kosmologs Astra's Spacelog

Blauer Ursprung

28. Februar 2010, 12:09

Wahrscheinlich sechs Unternehmen werden sich an der Ausschreibung des Commercial Crew Programms der NASA beteiligen, aus der irgendwann nach 2014 voraussichtlich zwei bemannte Transportsysteme für den niedrigen Erdorbit hervorgehen werden. Bei fünf dieser Unternehmen - Boeing/Bigelow, Sierra Nevada, SpaceX, Orbital Sciences und Lockheed Martin - weiß man recht genau was sie machen, wie ihre projektierten Vehikel aussehen und was sie leisten können. Doch einer der zukünftigen Konkurrenten tanzt aus der Reihe. Gegen dieses Unternehmen ist ein Schweige-Konvent eine Plauderbude. Sein Name: Blue Origin. (weiter)

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Traumfänger

17. Februar 2010, 10:30

Nachdem die US-Raumfähre Endeavour nun wieder sicher aus dem Orbit zurück ist, sind es jetzt nur noch vier Flüge und das Shuttle-Programm ist Geschichte.  Die aktuelle Mission brachte den Verbindungsknoten „Tranquillity“ und die Aussichtsplattform „Cupola“ zur ISS, beide in Europa gebaut.  Die nächste Shuttle-Mission, der für anfang April angesetzte Flug der Discovery, ist eine reine Logistik-Mission. Beim drittletzten Flug des Programms wird die Atlantis ein kleineres russisches Modul mit dem Namen "Rasswet" zur Station transportieren,  besser bekannt unter der Bezeichnung „Mini Research Module“.  Danach bringt die Endeavour das für die Astro-Physiker so wichtige Alpha-Magnet-Spektrometer zur ISS. Beim letzten Flug schließlich wird eine weitere europäische Komponente permanent an der Raumstation befestigt, die ursprünglich gar nicht für diesen Zweck vorgesehen war: das Logistik-Modul Leonardo. Sie soll der ISS künftig als Mischung aus Stauraum und Geräteschuppen dienen. (weiter)

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We boldly go…nowhere!

02. Februar 2010, 09:10

Michael Khan hat es gestern schon befürchtet: Das war‘s jetzt, mit der amerikanischen Mond-Initiative. Fast auf den Tag genau sechs Jahre, nachdem George Bush jr. das Programm startete wurde es nun – passend zum Jahrestag der Columbia-Katastrophe - eingestellt. Neun Milliarden Dollar wurden bisher dafür ausgegeben. Eine weitere Milliarde wird es kosten, all die vielen Verträge des Constellation-Programms als „cancellation for convenience“ abzuwickeln. Die bemannte US-Raumfahrt ist nun ohne eine Mission. (weiter)

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Buzz Aldrin ist 80

24. Januar 2010, 23:06

In den Tagen vor und nach dem denkwürdigen 21. Juli 1969, an dem Buzz Aldrin kurz nach Neil Armstrong als zweiter Mensch den Mond betrat, hielt Wernher von Braun in den NASA-Zentren von Florida, Alabama und Texas eine Reihe von Reden. Darin gab er sich überzeugt, dass US-Astronauten spätestens im Jahre 1989 auf dem Mars landen würden. Von Brauns Prognosen für den Verlauf der US-Raumfahrt hatten immer gestimmt, es gab keinen Grund, ihnen dieses Mal zu misstrauen. (weiter)

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Augustine, was nun?

15. Januar 2010, 18:21

Im August berichtete ich an dieser Stelle über die Frage, wie es nach der Veröffentlichung des Augustine-Reports mit der bemannten US-Raumfahrt weitergehen könnte. Das Dokument liegt jetzt seit vier Monaten vor und bislang sind keine öffentlich wahrnehmbaren Entscheidungen gefallen. Die Anzeichen deuten darauf hin, dass man auch hinter verschlossenen Türen noch zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen ist. Erst vor wenigen Tagen wurde das von der NASA noch vor der Einsetzung der Augustine-Kommission für das Jahr 2010 beantragte Budget von beiden Häusern des Kongresses ohne wesentliche Modifikation freigegeben. Ein deutlicher Hinweis darauf, dass sich die fälligen Programmänderungen zumindest für dieses Jahr nur im Rahmen des alten Budgets bewegen werden.  (weiter)

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O du lieber Augustine

04. August 2009, 21:31

Seit dem Mai und noch bis ende August untersucht das „Review of United States Human Space Flight Plans Committee“ die Pläne zur bemannten Raumfahrt der Vereinigten Staaten. Nachdem sich niemand mit diesem Zungenbrecher so recht anfreunden konnte wurde das "Committee" bald nur noch nach seinem Vorsitzenden benannt und als die „Augustine Commission“ bezeichnet. Mit „Augustine“ ist Norman Augustine gemeint, Ingenieur, Geschäftsmann, Präsidentenberater und Ex-Staatssekretär für Wissenschaftsfragen. Der Mann gilt in den USA als die ultimate Größe für die Beurteilung komplexer Fragenstellungen in Sachen Raumfahrt. (weiter)

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Flau im Magen wegen Herschel & Planck

12. Mai 2009, 22:06

OberstufeDen Wissenschaftlern der ESA und den Raketeningenieuren von Astrium, der Raumfahrtsparte der EADS, ist in diesen Tagen eines gemeinsam: Ihnen ist etwas flau im Magen. Am 14. Mai sollen zwei der teuersten europäischen Nutzlasten, die jemals in den Weltraum flogen, gemeinsam auf einer einzelnen Trägerrakete des Typs Ariane 5 ECA ihren Weg ins All antreten. Scheitert der Start sind beide Raumsonden zerstört, und mit ihnen die Träume und Hoffnungen zahlreicher Wissenschaftler. Jetzt, unmittelbar vor dem Start, stellen sich viele von ihnen die Frage, die sie sich im Laufe des Projektes schon öfter gestellt haben: Sind die eingesparten Mittel den hohen Einsatz wert? Hätte man nicht doch besser das Risiko verteilen und zwei Einzelstarts durchführen sollen, auch wenn das dann um einiges teurer gewesen wäre? (weiter)

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Hysterie um Taepodong

08. April 2009, 11:33

Die Hysterie, die Nordkoreas angeblicher Satellitenstart schon weit im Vorfeld auslöste, war kaum noch zu übertreffen. Schon Wochen vor dem Flugversuch drohten Japan und die USA die Rakete abzuschießen, wenn sie sie sich den jeweiligen Ländern nähern sollte. Grund genug, die Fakten darzustellen und den Leser einzuladen, sich selbst ein Bild machen. Der eine oder andere Splitter an "Meinung" mag mir aber gestattet sein. (weiter)

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Yuris Night

03. April 2009, 20:33

Mutige Taten mit kultureller Relevanz werden fast immer aus der Not geboren. In Friedenszeiten ist die Bereitschaft, Risiken im Dienst der Gesellschaft einzugehen eher gering. Heroische Taten sind dann dünn gesät. Doch es gibt Ausnahmen. Der legendäre erste Raumflug in der Geschichte der Menschheit ist eine solche, wobei ich zugebe, dass man jetzt diskutieren könnte, wie weit der Kalte Krieg eine „Friedenszeit“ war. (weiter)

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Yes we can?

24. März 2009, 21:47

Washington, we have a problem.

Die letzten Worte die Mike Griffin als NASA-Administrator an seine Mitarbeiter richtete lauteten: "As required, I have previously submitted my resignation as NASA Administrator, effective 1200 EST 20 January 2009. Having heard nothing to the contrary, I conclude that it has been accepted by President Obama".

Mit diesen galligen Worten verabschiedete sich Griffin von seinen Mitarbeitern, bevor er in einen längeren Ski-Urlaub verschwand. Der volle (aber trotzdem recht kurze) Text steht hier. (weiter)

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astronomie heute
szmtag