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Was Krater (vielleicht) über Lebenschancen verraten

07. Mai 2010, 11:06

Fremde Planeten, außerirdisches Leben: Was Künstler malen und Schriftsteller erfinden, beschäftigt auch Wissenschaftler. Sie versuchen herauszufinden, ob es noch mehr Leben im All gibt, oder ob die Erde und damit wir Menschen etwas Einmaliges sind.

Viele Forscher sind überzeugt, dass es im All mehr gibt als nur tote Gesteinsbrocken. Leben kann es theoretisch auf Planeten geben, die Sonnen umkreisen. Nach ihnen suchen Forscher gezielt im All - aber nicht nur in weit entfernten Bereichen unserer Galaxie, sondern auch und erst recht in unserer Milchstraße.

Wenn es nach rein optischen Gesichtspunkten geht, ist der größte Saturnmond Titan vielleicht derjenige Himmelskörper, der der Erde am weitesten gleicht. Allerdings herrscht auf Titan eine Durchschnittstemperatur von minus 180 Grad Celsius. Trotzdem sind dort Flur- und  Geländeformationen wie  Berge und Dünen, Seen und wohl auch Vulkane zu beobachten - fast wie auf der Erde.

Doch könnte der Mond auch Leben hervorbringen? Wie anpassungsfähig das Leben selbst hier auf der Erde bisweilen sein kann, zeigen eindrucksvoll die skurrilsten Orte, an denen Organismen nachgewiesen wurden. Die Anwesenheit der einfachsten und ältesten Organismen (der Bakterien) die hier auf der Erde leben, ist dann auch der Grund für eine Vielzahl von Gedanken, die man sich rund um die mögliche Entstehung von Leben auf fremden Himmelskörpern macht. Interessant ist, welche Rolle dabei die Anzahl und Verteilung von Einschlagkratern in diesen Gedankenexperimenten einnimmt.

Zwischen der Ankunft beim Ringplaneten im Jahre 2004 und Dezember 2007 gelang es der Cassini-Sonde, insgesamt nahezu 22% der Mondoberfläche bildgeberisch zu erfassen. Ein wichtiger Anteil an der Oberflächenerfassung fiel und fällt auch zukünftig dem bordeigenen hoch auflösenden Radarinstrument zu.

Der Grund des vermehrten Einsatzes des Radar Mapper fällt auf Bildern sofort ins Auge: Titan ist umgeben von einer mächtigen, für visuelle Beobachtungen kaum durchdringbaren stickstoffreichen Gashülle. Ursächlich verantwortlich für diesen dichten Vorhang, der die Mondoberfläche dauerhaft den visuellen Blicken der Wissenschaftsgemeinde entzieht, sind vermutlich sogenannte Tholine. Unter diesem Kunstbegriff versteht man jene organischen Moleküle, die als Vorläufer der Bausteine des Lebens gelten, deren genauer Aufbau allerdings noch nicht vollständig geklärt ist. Ihr Entstehungsprozess scheint jedoch eng mit dem ultravioletten Strahlungseinfluss des Sonnenlichts auf die einfachen organischen Substanzen wie Methan oder Ethan einherzugehen.

Auch wenn der Mond vermutlich in einigen Gesichtspunkten, speziell im Hinblick auf die Atmosphärenzusammensetzung, dem Zustand der frühen Erde nahe kommt, bleibt er dennoch ein eher lebensfeindlicher Platz. Nimmt man die Existenz flüssigen Wassers als Grundvoraussetzung zur Entstehung von Leben an, so  bietet Titan bei einer mittleren Entfernung von etwa 1,2 Mio km und einer Oberflächentemperatur von -180°C denkbar ungünstige Startbedingungen. Dessen ungeachtet ist der Saturnmond neben der Erde und Venus der einzige Körper des Sonnensystems mit fester Oberfläche und nennenswert dichter Atmosphäre. Insbesondere Stickstoff ist innerhalb der Titan-, wie auch innerhalb der Erdatmosphäre, ein wesentlicher Bestandteil. Bei der Beantwortung der Frage nach dem Ursprung des Lebens auf der Erde mag ein gutes Verständnis der chemischen Prozesse und deren Abläufe auf Titan von Relevanz sein.

Welche Rolle fällt nun aber den Eingangs schon erwähnten Einschlagskratern bei der Einschätzung des Potentials einer fremden Welt zu, jemals Leben hervorbringen zu können? Trotz der erschwerenden Umstände durch die dichte Kohlenwasserstoffatmosphäre, konnten in etwas mehr als 42 Monaten 49 Oberflächenmerkmale nachgewiesen werden, die in ihrer Gesamtheit als Zeugnisse vorangegangener kosmischer Einschläge  interpretiert  werden. Die Analyse solcher Einschlagspuren zählt seit jeher zu einer der Standardtechniken von Planetenforschern wenn es gilt, mehr über die Geschichte einer fremden Welt zu erfahren.

Grundsätzlich sind zwei Entstehungsprozesse denkbar, die nahezu kreisrunde Strukturen hervorbringen können: Vulkanismus oder eben Einschlagereignisse.

Vulkanische Aktivität konnten auf Titan bislang nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Sollte sie allerdings existieren, so ist allgemein akzeptiert, dass in diesem Fall nicht von Lava- sondern Kryovulkanismus ausgegangen werden muss, der übrigens auch als Quelle des atmosphärischen
Methans diskutiert wird. Anstelle der Lava ist auf Titan und seinen hypothetischen Vulkanen durchaus das Austreten eines Wasser-Ammoniak-Gemisches vorstellbar, dass auf der Oberfläche gefriert. Ein verblüffendes Beispiel könnte die auffällig radarhelle Region Xanadu sein. Diese Region nimmt etwa die Ausdehnung Australiens ein und besteht vermutlich zu großen Teilen aus Eis. In Xanadu finden sich mehr vermeintliche Impaktkrater, als in jedem anderen bekannten Teil des Mondes. Ihre Verteilung allerdings ist deutlich unregelmäßig. Vermutlich variiert also das Alter Xanadus abhängig von dem Ort, an dem man sich in der Region befindet.    

Die bis jetzt ermittelten 49 Oberflächenmerkmale, die als Einschlagkrater gedeutet werden können, sind in bislang drei Kategorien klassifiziert. Fünf von ihnen bilden die Klasse 1. Ihr Erscheinungsbild lässt sie mit einiger Gewissheit als Krater erkennen. Sie zeichnen sich durch nahezu kreisrunde Umrisse, niedrige Wälle und einem zum Umgebungsniveau tieferliegenden ebenen Grund aus. Summa summarum Charakteristika, die ihr jugendliches Alter unterstreichen.

Die verbleibenden 44 Objekte bilden die Klassen zwei und drei, die als "fast gesicherte" und als "mögliche Krater" umschrieben werden. Dennoch lässt sich anhand der knapp 20%igen Erfassung der Mondoberfläche ein nur unzureichendes Bild des Oberflächenalters zeichnen und damit auch keine belastbare Schlussfolgerung bezüglich des Potentials des Mondes zur Entwicklung von Leben geben. Sollte sich also in weiter Zukunft anhand der Krateranzahl und ihres Zustandes herausstellen, dass es sich bei Titan um einen geologisch inaktiven Körper handelt, so würde damit zugleich wohl auch die Wahrscheinlichkeit, jemals Leben hervorbringen zu können, sinken.

Nach derzeitigem Sprachgebrauch hängt die Fähigkeit eines potentiell lebensfreundlichen Körpers, dieses schließlich auch hervorzubringen, maßgeblich von seiner geologischen und/oder atmosphärischen Aktivität ab. Sie sind deswegen so wichtig, das sie verschiedene komplexe chemische Reaktionen ermöglichen und gewissermaßen einen globalen Recycling-Kreislauf in Gang halten.

Auf der Erde wird beispielsweise das Kohlendioxid, das in der Atmosphäre für angenehme Temperaturen sorgt, zuweilen in Gestein eingeschlossen. Es wird aber wieder frei, wenn dieses Gestein schmilzt. Das Kohlendioxid gelangt dann bei Vulkanausbrüchen oder durch Spalten in der Tiefsee wieder zurück in die Atmosphäre. Geologische und atmosphärische Aktivität sorgen also in planetaren Maßstäben für eine Durchmischung der Elemente. Die stete Veränderung der Umweltbedingungen und Schaffung neuer Gegebenheiten durch die Plattentektonik war zumindest wohl auf der Erde eine wichtige Triebfeder der Evolution.

Eine erste belastbare Einschätzung hinsichtlich des Alters der Titanoberfläche in ihrer Gesamtheit und der Verteilung der möglicherweise vorhandenen unterschiedlich alten Regionen, wird mutmaßlich nicht vor einer Gesamterfassung der Oberfläche von wenigstens 50% möglich sein. Erst dann lässt sich mit einiger Gewissheit abschätzen, ob Titans Oberfläche einer steten geologischen Manipulation unterliegt, oder ob seine Hülle aus Eis und Methanhydrat seit langer Zeit unverändert geblieben ist. Die Chancen für Titan, unter solchen Umständen jemals Leben hervorzubringen, dürften in diesem Falle sicherlich weiter sinken.

Kryovulkan

Abb. 1 (anklicken für große Version): Zwei Aufnahmen des Radarinstruments vom Februar 2008  (links) und April 2006. Zu sehen sind die nachgezeichneten Umrisse der sogenannten Regionen 1 nördlich von Hotei Arcus (Durchmesser 400 km) und 2. (westlicher Teil Xanadus) Vergleiche mit dem Visual and Infrared Mapping Spectrometer zeigen eine gewisse Variabilität der Regionen, die auf kryovulkanische Aktivitäten zurückgeführt werden könnte.

Xanadu

Abb. 2 (anklicken für große Version): Aufnahme des südlichen Teils Xanadus aus dem Jahre 2008. Diese etwa kontinentgroße Fläche ist sowohl im Infraroten als auch auf Radaraufnahmen ungewöhnlich hell. Ursprünglich als eine Art Hochebene gedeutet, zeigen neuere Untersuchungen eine relativ flache Natur Xanadus, wenngleich es in der Region auch Anzeichen tektonischer Kräfte geben könnte.

Bildquelle jeweils NASA

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Titans Sorbet

12. März 2010, 10:57

Woraus besteht Titans Inneres und wie sind dort die verschiedenen Elemente verteilt? Diese Fragen galt es zu klären. Behilflich bei der Beantwortung war die Cassini Sonde mit ihren dichten Überflügen  des Saturnmondes. Die unterschiedlich stark ausgeprägten gravitativen Einflüsse, die dabei auf die Sonde einwirkten, lassen einen differenzierten Schichtenaufbau des Titan als fraglich erscheinen. Titans Innenleben scheint also zu träge und kalt zu sein, um in separaten Schichtungen aus Eis und Gestein auszudifferenzieren. Damit unterscheidet sich Titans innerer Aufbau wesentlich von dem der inneren Planeten wie beispielsweise der Erde, oder auch dem des galiläischen Eismonds Ganymed, deren Inneres aus mehreren Schalen aufgebaut ist und sich wenigstens in Kern, Mantel und der darüber liegenden Kruste gliedert.

Die grundsätzliche innere Beschaffenheit des Titan besteht etwa zur Hälfte aus vermutetem (Wasser)Eis und zur anderen Hälfte aus (Silikat)Gestein und war schon längere Zeit kein Geheimnis mehr. Über die Verteilung dieser Komponenten allerdings existierten bislang bestenfalls Mutmaßungen, die nunmehr in einigen Teilen anscheinend konkretisiert werden konnten. Demnach besteht Titan in seinem Inneren aus einer halb gefrorenen Mixtur aus Eis, durchsetzt mit Silikaten. Lediglich die äußeren ca. 500 Kilometer des Mondes scheinen frei von Gestein zu sein.  
Von der Konsistenz her ist das Mondinnere vielleicht einem Sorbet Dessert nicht ganz unähnlich und von mäßiger Temperatur. Kein Vergleich also zu den höllischen Werten des Erdinneren, die in den größten Tiefen Temperaturen von etwa 5000 C° erreichen können.

Bild: s.u.

Um allerdings eine Auftrennung von Gestein und Eis in unterschiedliche Schichten zu vermeiden, darf das Eis keiner zu starken Aufheizung unterworfen werden. Für den Titan bedeutet diese Vorgabe einen für einen Mond vergleichsweise langsamen Entstehungsprozess, der zwar bald nach der Entstehung des Sonnensystems eingesetzt haben wird, sich gleichwohl in einer Zeitskala von wenigstens 1 Mio. Jahre abgespielt haben muss.

Damit ähnelt der größte Saturnmond von seinen inneren Werten her eher einem anderen Galiläischen Mond, dem Kallisto, als dem zuvor schon erwähnten Ganymed. Von Kallisto wird ebenfalls ein „Sorbet-Aufbau“ angenommen. Da alle drei Körper in ihrer Größe näherungsweise vergleichbar sind, deutet ihre unterschiedliche innere Beschaffenheit gleichzeitig ungeachtet dessen nachhaltig auf eine ungleiche Entwicklungshistorie.

Anhand der wechselnden Geschwindigkeiten der Sonde, hervorgerufen durch Gravitationsanomalien, wird derzeit an der Erstellung einer Gravitationskarte des Titan gearbeitet. Dazu wurden vier in der Zeit von Februar 2006 bis Juli 2008 durchgeführte nahe Überflüge Cassinis, die in einem Abstand von 1300 km bis 1900 km über der Oberfläche stattfanden, analysiert. Die durch die Massenverteilung des Mondinneren unterschiedlich stark ausgeprägte Gravitation des Mondes bremst und zieht die Sonde leicht in ihrem Orbit und verursacht so Geschwindigkeitsdifferenzen, die noch bis zu einem Wert von fünf tausendstel Millimeter/ sec. nachweisbar sind.

Die seit 2005 immer mal wieder aufkommende Vermutung des Vorhandenseins eines unterirdischen (globalen) Ozeans auf Titan wird auch durch diese Resultate zwar nicht bestätigt, in ihrer Plausibilität nach Meinung Einiger allerdings gestützt und verbleibt somit an prominenter Stelle auf der Liste der dringend zu klärenden Sachverhalte. Der Nachweis eines durch Saturn verursachten Gezeitenhubes wäre diesbezüglich ein klares Indiz, das für einen Ozean sprechen würde. Etwas konkreter als zum Nachweis eines ggf. vorhandenen Ozeans, lässt sich die zukünftige Gravitationskarte im Gegensatz dazu vielleicht zur Klärung der in manchen Augen etwas kümmerlich ausgefallenen Oberflächentopographie des Titan heranziehen, dessen höchste Erhebung(en) nach Messungen von Jani Radebaugh von der Brigham Young University knappe 2000 Meter und eine maximale Hangneigung von 37 Grad erreicht (erreichen).  

Bildquelle: NASA/JPL

Link: Science 

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Wie Titans Seen auf die Erde gelangen

01. Februar 2010, 08:57

Saturns Mond Titan ist neben der Erde das einzig bekannte Objekt des gesamten Sonnensystems, auf dessen Oberfläche Flüssigkeit über einen nicht unerheblichen Zeitraum existiert. Soviel steht fest. Dass es sich dabei nicht um flüssiges Wasser handelt, ist bei einer durchschnittlichen Oberflächentemperatur von etwa minus 180°C - aufgrund der gleichmäßig das einfallende Sonnenlicht absorbierenden dicken Mondatmosphäre beträgt der Temperaturunterschied zwischen dem Äquator und den Polen nicht mehr als drei Grad Celsius - ebenso unumstößlich. Darüber hinaus wird es recht schwammig. (weiter)

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Caught in the Act

15. Januar 2010, 10:59

gestern auf den Tag genau jährte sich zum fünften Male ein Ereignis, welches nicht zu Unrecht als einer der Meilensteine in die Geschichte der Raumfahrt Einzug hielt: Die erste Landung einer Sonde (der Atmosphärensonde Huygens) auf einem Körper des äußeren Sonnensystems, dem größten Saturnmond Titan. Eine Mission, an der auch das DLR nicht ganz unbeteiligt war, und das seit kurzer Zeit ebenfalls mit Blogeinträgen auf seinen Seiten aufwartet. (weiter)

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Morgen kommt der Weihnachtsmann

23. Dezember 2009, 17:34

…heißt es nicht nur in dem bekannten Lied, sondern tatsächlich auch in zahlreichen christlichen Haushalten. Während sich Santa über das Jahr hinweg der Unterstützung unzähliger Wichtel und Elfen beim Besorgen und Einpacken der Geschenke sicher sein kann, bleibt das Verteilen eben solcher, das Weihnachtsmann Kerngeschäft gewissermaßen, Chefache und Samichlas auf sich allein gestellt. (weiter)

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Back in Black...

11. Dezember 2009, 12:12

...meint dieses Mal nicht das Anfang August des Jahres 1980 als sechste international veröffentlichte Vinyl LP erschienende Album der australischen (Hard) Rock-Band AC/DC um den kurzhosig schuluniformierten Angus Young ,der übrigens, wie sein Bruder Malcom, gebürtiger Schotte ist. Doch wie schon gesagt, weder um die Band, noch um ihr Album geht es, sondern Back in Black ist Saturns Hexagon, ein rätselhaftes über 20.000 km des Nordpolargebietes überspannendes Wolkenmuster. (weiter)

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Polarlichter des Saturn

30. November 2009, 10:54

Polarlichter sind nicht nur auf der Erde hübsch anzusehen. Im Sonnensystem sind sie durchaus verbreitet und wurden neben Jupiter auch auf Saturn mehrfach beobachtet. Tatsächlich benötigt man zum Erzeugen dieses Naturschauspiels lediglich einen aktiven Stern, dessen Teilchenstrahlung - zumeist Protonen und Elektronen -  die beispielsweise während eines koronalen Massenausstoßes (KMA) die Sternmagnetosphäre verlassen, einen Planeten mit Atmosphäre und eigenem Magnetfeld, der getroffen wird. (weiter)

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2012, Roland Emmerich und der nahe Weltuntergang

17. November 2009, 14:49

Man schafft es einfach nicht. Es existiert kein Vorbeikommen: Mehr als 1,1 Mio. Besucher zum Auftakt in Deutschland, über 12 Mio. Einspielergebnis, weltweit über 225 Mio. Dollar. Das Weltuntergangszenario des Roland Emmerich scheint sich zum DEM Blockbuster des Winters zu mausern und fast jeder entdeckt plötzlich in sich eine gewisse Affinität zu einem historisch überlieferten astronomischen Kalendersystem der Maya. Genau genommen beginnt an diesem frühen Punkt der wissenschaftlichen Betrachtung des Kalenderphänomens schon die erste Ungenauigkeit. Der Begriff der Maya umschließt Ursprünglich eine Gruppe indiginer (also einheimischer, um den möglicherweise politisch nicht mehr ganz korrekten Begriff der eingeborenen Menschen zu vermeiden) Völker, und auch, wenn Experten aktuell auffallend häufig in diesem Zusammenhang von einer oder der Maya-Kultur sprechen, stehen hinter dieser Kultur doch verschiedene Völker mit z.B. einander mehr oder weniger eng verwandten Maya-Sprachen. (weiter)

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Saturn und die christliche Symbolik

06. November 2009, 20:57

In vielen pseudowissenschaftlichen Betätigungsfeldern wie etwa der Astrologie werden häufig Assoziationen und Sachzusammenhänge zu der Astronomie gezogen, um sich so vorgeblich einen Anschein der Wissenschaftlichkeit geben, ohne gleichzeitig diesen Anspruch auch zu erfüllen. (weiter)

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Teleskope: Neuer Feind in Sichtweite?!

21. Oktober 2009, 14:39

Auf den ersten Blick scheint es fast schon komisch: Ausgerechnet in Gestalt des ein wenig nach Science Fiction klingenden „Weltraumkommandos“ wächst den (forschenden) Astronomen in den letzten Wochen ein ernst zu nehmender Gegner heran.

Was war passiert? Astronomen, die einige der größten optischen Teleskope zu Forschungszwecken nutzen, sind seit kurzem erheblichen Restriktionen des Weltraumkommandos der amerikanischen Luftwaffe unterworfen. (weiter)

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