Teilchenbeschleuniger LHC wieder eingeschaltet
Freitag, 20. November 2009, 22:00 Uhr – Am LHC kreisen die Protonen wieder! Der 27 Kilometer umfassende Beschleunigerring wurde gestern, am späten Freitag Abend, wieder durchlaufen.
Am 10. September 2008 gelang es, die Protonen erstmals kreisen zu lassen. Dann kam der folgenschwere Defekt und der vorübergehende, einjährige Stillstand der größten Entdeckungsmaschine der Welt.
Der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) am Forschungszentrum CERN bei Genf ist wieder bereit, um die physikalische Grundlagenforschung entscheidend voranzubringen. Der zurzeit potenteste Teilchenbeschleuniger der Welt im Herzen Europas beschleunigt elektrisch positiv geladene Teilchen – Protonen, die zusammen mit Neutronen einen Atomkern aufbauen – fast auf Lichtgeschwindigkeit und bringt sie zum Zusammenstoß. In dem winzigen Feuerball konzentriert sich eine gewaltige Energie, die - so die Erwartung - neue Teilchen freisetzen wird. Die Teilchenphysiker möchten mit dieser Maschine das Higgs-Boson, supersymmetrische Teilchen und neue Physik entdecken. Vielleicht finden sie auch neue Raumdimensionen neben Länge, Breite und Höhe – wer weiß? Vor Schwarzen Mini-Löchern oder anderen exotischen Gefahren werden wir uns nicht fürchten müssen.
In etwa einer Woche sollen die ersten Teilchenkollisionen im LHC stattfinden. Die Teilchenphysiker werden zunächst mit kleinen Teilchenenergien starten. Dabei sollen die Gerätschaften und insbesondere die Detektoren kalibriert werden.
Ab 2010 werden die Teilchenstrahlen auf höhere Energien bis 3,5 TeV (entsprechend einer Kollisionsenergie von 7 TeV) beschleunigt werden. Dann beginnt die eigentliche wissenschaftliche Arbeit mit dem LHC. In den vier Großexperimenten ATLAS, CMS, ALICE und LHC-b, die sich auf dem Beschleunigerring befinden, werden dann Petabyte an Messdaten gesammelt werden.
Hier befinden sich einige Fotos zum Neustart des LHC: http://cdsweb.cern.ch/record/1223350
Am kommenden Montag, 23.11.09 um 14:00 Uhr gibt es eine Pressekonferenz, die per Webcast übertragen wird: http://webcast.cern.ch/
Stay tuned!
Quelle: CERN-Pressemitteilung vom 20.11.09
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> Wenn ein Restrisiko ungleich Null
> ist
Das Restrisiko ist immer ungleich Null, es ist allenfals beliebig klein. Nichts kann wirklich absolut ausgeschlossen werden. Wissenschaft, und auch Technik, das ist am Ende immer eine Frage von Wahrscheinlichkeiten.
> dann müssen auch Anstrengungen
> unternommen werden, dieses
> Restrisiko kalkulierbar zu machen.
Eine hohle Phrase. Klingt gut, sagt aber nichts aus. So wie das, was die Presse sich zum Thema einfallen lässt.
Entweder ist das Risiko kalkulierbar, oder es ist nicht kalkulierbar. Und wenn es nicht kalkulierbar ist, dann kann man es nicht kalkulierbar machen.
Was Sie wahrscheinlich meinen, ist, dass jede Anstrengung gemacht werden soll, die Unsicherheit in der Abschätzung der Wahrscheinlichkeit eines gegebenen Effekts zu reduzieren.
Dass solche Anstrengungen in jedem Fall zwingend gemacht werden müssen, ist allerdings nicht richtig. Das kommt schon auf die Größenordnung der Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines Ereignisses im schlimmsten Fall an.
Welches Ereignis meinen Sie spezifisch, wie ist die Kette der Versagensfälle, die zu diesem Ereignis führt und mit welchen Wahrscheinlichkeiten und Unsicherheiten ist das Eintreten dieses spezifischen Ereignisses behaftet, für das Sie eine detaillierte Nachuntersuchung einfordern?
Oder geht es hier, wie auch bei dem anderen Kritikführer in diesen Kommentaren, allein um eine allgemeine Betrachtung zum Thema der Risikobeherrschung?
> Diese nötigen Anstrengungen sind
> sichtbar n i c h t zu Ende geführt.
Beweis durch Behauptung? Woran ist ersichtlich, dass die nötigen Anstrengungen nicht zu Ende geführt wurden? Welche Anstrengungen sind nötig, wer bestimmt das, und woran ist zu erklennen, dass sie nicht zu Ende geführt wurden? An ein paar anekdotischen Zitaten aus dem Spiegel kann man das wohl kaum festmachen.
>Sicherheitsabschätzungen zur sogenannten
>sicheren Seite haben nur
>ein eingeschränktes, derzeit nicht
>quantifiziertes Signifikanzniveau,
Ist diese Behauptung belegbar oder handelt es sich nur um eine Ansammlung von Blähworten?
>Klageschriften von besorgten Bürgern >bestehen
Na und? Mit Klagen wird doch jeder überzogen, egal, was er macht oder vorhat. Welches Gewicht hat das Wort "besorgter Bürger", sofern es nicht durch eine *fundierte* wissenschaftliche oder technische Argumentation unterfüttert ist?
Bitte, nicht nur SPIEGEL, sondern
ein Aufsatz vom US-Strahlenphysiker H.C. Hudley - aus einem
e i n s c h l ä g i g e n Fachmedium:
Bulletin of the Atomic
Scientists, Nov. 1975. S. 21 ff.
Eine Zwischenantwort:
Die von GIDDINGS und MANGANO
(ggf. wichtigste physikalische Analyse zum Thema) veröffentlichte Untersuchung benutzt sehr oft das Wort "significant", zugrundeliegende, benutzte Signifikanzniveaus
müssen jedoch vom Leser selbst recherchiert werden. Damit verliert
- aus meiner Sicht - eine physikalische
Aussage an Wert.
> Bulletin of the Atomic
> Scientists, Nov. 1975. S. 21 ff.
Jetzt muss ich dahergehen und den Link suchen, damit auch andere nachlesen können, was für eine hochwissenschaftliche Publikation Sie zitieren.
So sieht also ein "einschlägiges Fachmedium" für Kernphysik aus. Aha.
http://books.google.com/...page&q=&f=false
Eine offenbar eher soziologisch als naturwissenschaftlich ausgerichtete Publikation, in der zunächst einmal non einem Neuropsychologen diskutiert wird, wie sexuelle Repression den Weltfrieden behindert.
In dem Artikel, auf den Sie sich beziehen, zitiert der Autor Horace Dudley ein Interview, das die Schriftstellerin Pearl Buck (nicht gerade eine ausgewiesene Kernphysikerin) mit Arthur Compton führte. Da wird, wirklich auf anekdotische Weise, von irgendwelchen angeblich berechneten Wahrscheinlichkeiten, dass "die Erde durch die Atomexplosion verdampft" schwadroniert.
Reines Hoerensagen. Purer Alarmismus.
Wissenschaftlicher Wert solcher Aussagen: Null.
Relevanz für die Risikobewertung des LHC: Null.
Alles klar, ich nehme diese Diskussion jetzt so ernst, wie es gebührt.
Tatsächlich ist ein Problem der ewigen Diskussionen, dass das letzlich nicht mehr ernst genommen werden kann.
Was aber doch ernst genommen werden sollte, das ist, dass CERN qualifizierten Berechnungen, die anders offenbar nicht widerlegen sind: beispielsweise Dr. Plagas Paper: "On the potential catastrophic risk from metastable quantum-black holes produced at particle colliders" ( http://arxiv.org/abs/0808.1415v1 ) durch G&M ( http://arxiv.org/abs/0808.4087 ) entgegenhält, Herr Plaga habe sich falscher Formeln bedient und sich somit um exorbitante Grössenordnungen verrechnet.
Das aber hat Herr Plaga nicht.
Herr Plaga hat dieser ungerechtfertigten Unterstellung bereits am 26. September 2008 ( http://arxiv.org/abs/0808.1415v2 )widersprochen. Und am 9. August dieses Jahres seine Warnungen erneuert. Zudem werden von Herrn Dr. Plaga risikominimierende Vorschläge gemacht, offenbar aber vergeblich. Seitens CERN und/oder G&M ist bis heute keine Antwort gekommen. Angesichts der Tragweite von Herrn Plagas Warnungen ist dieses Schweigen CERN's doch sehr befremdlich und Misstrauen erweckend.
CERN aber stellt Herrn Dr. Plaga noch immer auf seiner Safety-Site ( http://public.web.cern.ch/...en/LHC/Safety-en.html ) ganz unten, gerade über der DownLoad-Sektion, ungerechtfertigterweise als wiederlegt dar. Dies schlicht durch nicht-aktualisieren seiner Safety-Site die noch offenbar seit August 2008 nicht nachgeführt worden ist.
(Copyright CERN 2008 - Web Communications, DSU-CO)
> Die von GIDDINGS und MANGANO
> (ggf. wichtigste physikalische Analyse
> zum Thema) veröffentlichte Untersuchung
Es fällt niemandem ein Zacken aus der Krone, wenn er den Link zu einem Artikel postet, auf den er sich bezieht, damit die anderen Leser folgen koennen. Im gegebenen Fall geht es wohl um folgendes Paper:
http://arxiv.org/...arxiv/pdf/0806/0806.3381v2.pdf
Zumindest reden wir hier zur Abwechslung mal von einer wirklichen wissenschaftlichen Veroeffentlichung.
"Bulletin of the Atomic Scientists"
Das "Bulletin of the Atomic Scientists" wurde
gesponsert von A. Bethe (Nobelpreisträger), A.H. Compton
(Nobelpreisträger), J.R. Oppenheimer (Atombombenentwickler),
V. Weisskopf (ein Direktor-General des CERN) und etlichen
anderen, sehr namhaften Physikern - eine Zeitschrift,
die zuerst im Raum Chicago von Atomphysikern forciert wurde.
H.C. Hudley, im SPIEGEL als Strahlenphysiker bezeichnet,
führt im Bulletin of the Atomic Scientists, Nov. 1975, S.22,
zu einem denkbaren Globalrisiko aus:
"In 1945 the probability of such an accident was
calculated to be about three in a million."
An anderer Stelle ist nachzulesen, dass E. Teller selbst
die Frage nach einer atmosphärischen Kettenreaktion aufgeworfen
hatte. Eine Risikoberechnung von E. Teller wurde im Zuge
der Überprüfungen bis 1945 von A. Bethe neukalkuliert, welcher
den von Teller gefundenen Risikowert auf drei in
einer Million reduzierte (wenn gewünscht, gebe ich
die Fundstelle an). - Die beteiligten Physiker
nahmen das Risiko ernst; so insbesondere Oppenheimer, der eigens eine Reise zwecks Beratung zum Nobelpreisträger Compton dafür
unternahm. Compton bestätigt später in einem Interview (1959),
dass ein höheres Risiko nicht hätte in Kauf genommen werden
können. Damit ist historisch belegt, was womöglich
noch in Geheimarchiven immer noch nicht freigegeben wurde
(nämlich Berechnungsunterlagen von 1942 bis 1945):
"Heute wissen wir, dass höchstkarätige Physiker
die Wahrscheinlichkeit dieses Globalunfalles
damals mit 3 in einer Million errechneten,
akzeptierten und im Juli 1945 konkret eingingen;..."
Die entlastende - Jahrzehnte später erst freigegebene - Arbeit von Konopinsky/Teller/Marvin erfolgte
n a c h dem Trinity-Test, dem ersten Atombombentest,
erst ca. ein Jahr später. Dass man später
auch dieser Ausarbeitung nicht vollen Glauben schenken wollte, zeigen nachfolgende Arbeiten, ebenfalls zu dem
Thema einer angedachten Kettenreaktion in der Lufthülle (Gregory Breit, 1953, nicht veröffentlicht, Stand 1979) sowie eine ausführliche Arbeit
zum selben Thema - noch in 1979.
Damit hatte H.C. Hudley schließlich doch noch nach ca. 4 Jahren mit seiner Anregung von 1975 in "Bulletin of Atomic Scientists"
einen Erfolg mit der Forderung nach weiteren Untersuchungen, nämlich den Zweifel weiter auf fachlicher Basis minimieren zu lassen.
Die veröffentlichten Facharbeiten sprechen keine
anekdotische, vornehmlich eine physikalische und mathematische Sprache - ihre Existenz spricht für sich, nämlich
dass ein beziffertes Restrisiko ca. drei Jahrzehnte lang nicht
abschließend ausdiskutiert werden konnte.
Eine Wertung zur Risikoakzeptanz bei Nobelpreisträger (FERMI,
COMPTON u.a.) soll und kann hier nicht vorgenommen werden.
Wie sieht es heute aus, wo eine wissenschaftliche Großinstitution
nach e i g e n e n Aussagen (sh. THE NEW YORKER, 14.05.2007, Bericht v. E. Kolbert, Interview mit Jos Engelen, CERN) eine Sprachregulierung zu einem Nullrisiko vorgeschrieben hatte ?
Zu wünschen ist, dass nicht erst nach
vier Jahren, sondern im LHC-Fall sehr kurzfristig
Nachuntersuchungen zum LSAG-Report 2008
stattfinden mögen.
(Ein Widerruf der von Compton getätigten
Aussagen, Interview in "American Weekly", March 8 1959, ist
nicht bekannt. Der Nobelpreisträger hätte dazu etwa
drei Jahre Zeit gehabt. Seine Worte können auch für die Zukunft als ein
sehr nachdenkenswürdiges Vermächtnis bewertet werden.
Ein Protest der "Atomic Scientists" zu seinem Interview
wurde hier nicht aufgefunden.)
vielen Dank für ihre schnelle Antwort.
Zu den 100%: erst schreiben sie, Andreas solle nicht „annähernd“ verwenden, dann schreiben Sie, die Wahrscheinlichkeit sei „streng genommen“ nicht zu 100% bezifferbar. Hier präsentieren Sie mir innerhalb weniger Sätze logisch gesehen einen 100%igen Selbstwiderspruch – Respekt, Respekt ;)
Dass ihr Vergleich hinkt, haben Sie dann summa summarum in ihrem Posting doch noch eingestanden. Allerdings dünkt mir, Sie bewerten eine feine Unterscheidung wie die meinige als kleinkariert?
Mit Verlaub: ich halte sie für alles andere als kleinkariert.
Die Titanic galt auch als unsinkbar – ich denke, die Angehörigen der Verunglückten empfanden ihren Untergang keineswegs als kleinkariert. Angesichts dieses Umstands schmerzt mich unsäglich, wenn sich nun ein Herr Heuer hinreißen lässt zu neuen, albernen Dogmen von technologischen Unsinkbarkeiten. Er agiert extrem populistisch, benutzt pseudoreligiöse Argumentationsweisen; aber autoritäres Gehabe bringt die Wissenschaft nicht voran, jedwede Postulate von Unwiderlegbarkeit sind nachgerade absurd und fachfremd, sie beschädigen das Vertrauen der Menschen in die Wissenschaft.
(Wer würde schon einem Investmentbanker glauben, der von 100%iger Sicherheit eines Wertpapiers spricht? Heuer könnte dort anheuern …)
Logik ist nicht Haarspalterei, Logik ist Herzstück (oder vielmehr Hirnstück) der Wissenschaft. Wir bedienen uns ihrer, um überhaupt argumentieren zu können. Logik kann niemals kleinkariert genug sein: je kleinkarierter, je präziser und damit zuverlässiger ist sie.
Und: Logik ist kein Feind der wahren Wissenschaften (die ersatzreligiösen Wissenschaften mögen das anders sehen.) Der Logiker arbeitet auf der einen Seite des Spektrums mit simulierenden Axiomsystemen, die ihm ermöglichen, Beweise zu führen, die unter Umständen 100% Gültigkeit besitzen. Doch diese absolute Gültigkeit geht auf Kosten der Differenziertheit: je mehr zusätzliche Axiome man einführt, umso konfuser wird auch ein logisches System werden.
Die praktische Forschung auf der anderen Seite des Spektrums muss von einem Gesamtsystem ausgehen, dessen logische Axiome (noch) nicht bekannt sind. Wir beobachten Phänomene, erkennen empirische Gesetzmäßigkeiten. Aber das eigentliche Ur-Dogma (manche Forscher sprechen von einer sog. „Weltformel“ oder Universalformel) ist unbekannt.
100%ige Sicherheit garantierte nur ein Laplacescher Dämon, der zudem die Gabe besitzt, wie weiland Kassandra verlässliche Informationen über die Zukunft zu generieren. Weder Herr Heuer noch sonstwer auf Erden verfügt über den Laplaceschen Dämon.
Folglich ist all unser Tun unter dem Blickwinkel der Risikoabschätzung zu betrachten. Mit Panikmache bitte ich solch eine Risikoabschätzung nicht in eins zu setzen: denn dann wären auch alle Menschen in ihren privaten Entscheidungen panikgetrieben …
Risikoabschätzung ist vielmehr ein elementarer Bestandteil der angewandten (praktischen) Intelligenz.
Und ich gebe zu bedenken: Auch die Wissenschaftsgeschichte ist voller Fehlannahmen, Unglücke, Desaster. Hat Madame Curie sich vorsätzlich mit Radium vergiften wollen? Hat die NASA zwei seiner Raumfähren zerstören wollen? Hat Chefingenieur Djatlow eine Situation für möglich gehalten, in deren Folge die ganze Stadt Tchernobyl entvölkern werden würde …?
Es ist schwer zu widerlegen, dass die Fehler/Fehleinschätzungen einzelner Akteure immer weitreichendere Folgen haben können. Das Problem betrifft uns alle, ganz gleich, ob es uns gefällt oder nicht. Und ich plädiere hier keineswegs für ein Ende der Neugier. Nur: Neugier muss nicht heißen, dass ich alles, was technisch möglich ist, auch unbedingt sofort realisieren muss.
Was den LHC angeht, möchte ich eine Wette wagen: wenn man die Bevölkerung Europas gefragt hätte, ob sie den Zehn-Euro-Schein (den sie pro Kopf in dieses Projekt stecken musste) für ein Technikspielzeug investieren wolle oder lieber der einen Milliarde Hungernden auf dem Planeten zukommen lassen wolle – sie hätte sich mehrheitlich für letztere Alternative entschieden.
pS:
Ihren letzten Absatz habe ich nicht einer Aussage von mir zuordnen können. Sofern Sie damit auf ein Statement von mir Bezug nahmen, erläutern Sie mir doch bitte, was Sie als Gemeinplatz ausmachen und für Zeitverschwendung halten – sonst war es eine Zeitverschwendung ihrerseits, diesen Absatz zu notieren, und das wäre vermutlich auch nicht in ihrem Sinn.
Mfg
tolya
Jetzt wird schon Rainer Plaga zitiert und als nächstes wahrscheinlich auch noch Otto Rössler bemüht.
Nein, aus Dr.Plagas Arbeit wurde nicht zitiert.
Ich habe auf Dr.Plagas Paper verwiesen. Ich danke dafür, dass ich hier relevante wissenschaftskonforme Hyperlinks einbringen durfte. Verweise sind aber keine Zitate.
Herr Plaga hat der Herren Giddings&Mangano's ungerechtfertigter Unterstellung, er habe eine ihrer Formeln falsch verwendet, bereits am 26. September 2008 ( http://arxiv.org/abs/0808.1415v2 ) im .pdf ab Seite 9:
"8 Appendix - Answer to the manuscript “Comments on claimed risk from metastable black holes” by S.Giddings & M.Mangano"
begründend und explizit widersprochen.
G&M unterstellen Herrn Plaga Fehler gemacht zu haben, die dieser NICHT gemacht hat.
CERN aber beruft sich auf seiner Safety-Site ( http://public.web.cern.ch/...en/LHC/Safety-en.html ) noch heute, (8. Dezember 2009) noch immer auf G&Ms unzutreffende 'Widerlegung' von Dr. Plagas gefahrenaufzeigenden Berechnungen und stellt somit belegbar Kritiker ungerechtfertigt (und wohl durchaus wider besseres Wissen) als nicht ernstzunehmend weil widerlegt dar.
Diese Desinformation eines Experimentators (mit tausenden berechnungsbefähigten Wissenschaftlern) anstelle ernsthafter Widerlegung von Dr. Plagas Berechnungen (oder konstruktiver Diskussion seiner risikominimierenden Vorschläge) kann nicht anders als als bewusste Irreführung des vom Restrisiko mitbetroffenen aber nicht befragten Publikums bezeichnet werden.
So kann sich nur verhalten, wer glaubt, es wären Herrn Plagas Berechnungen jedenfalls nicht naturentsprechend; ein solcher Glaube aber ist unwissenschaftlich.
Unter "5.2 Proposal for risk mitigating measures" ab Seite 11 in Herrn Plagas Paper vom 9. August dieses Jahres ( http://arxiv.org/pdf/0808.1415v3 ) listet Herr Plaga einfach umzusetzende risikominimierende Massnahmen auf, die von einem verantwortungsvollen Experimentator zumindest offentlich nachvollziehbar diskutiert werden müssten.
Das ist durchaus lesenswert!
Intendiert irdische Massenproduktion von MikroSchwarzLöchern darf aber nicht aus Glaubensgründen oder schlicht wegen der räumlichen Winzigkeit dieser Raumzeit-Limites als jedenfalls harmlos angesehen werden. Zumal nichtwiderlegte wissenschaftskonforme Warnungen existieren.
Betreffs unkalkulierbarer Restrisiken irdischer Massenproduktion schwarzer Löcher soll den cernzugewandten Spezialisten vertraut werden ... wie kann betreffs Berechenbarkeit des gesicherten Ausschlusses katastrophischer Ereignisse einer Institution vertraut werden, die durch schlichtes Nichtaktualisieren ihrer durchaus populistisch zu wertenden Risikonegations-Site somit nachweislich Desinformation des interessierten weil vom Restrisiko mitbetroffenen Publikums betreibt?
Es verbleibt also zu fragen, warum CERN seine Safety-Site seit Sommer 2008 nicht aktualisiert und warum Herrn Dr. Plagas risikominimierende Vorschläge nicht aufgenommen oder zumindest diskutiert werden.
Das Restrisiko von CERN's Ambition nun schnell zu hohen Energien vorzustossen betrifft keineswegs nur CERN.
> Zu den 100%: erst schreiben sie,
> Andreas solle nicht „annähernd“
> verwenden, dann schreiben Sie, die
> Wahrscheinlichkeit sei „streng
> genommen“ nicht zu 100% bezifferbar.
Nichts ist jemals mit 100% Sicherheit bezifferbar, wenn man es streng nimmt udn vor allem, wenn man den gesunden Menschenverstand nicht bemüht, der einem hilft, zwischen hinreichender Sicherheit und absoluter Sicherheit zu unterscheiden.
>Allerdings dünkt mir, Sie bewerten eine
>feine Unterscheidung wie die meinige
>als kleinkariert?
Da ich meine Meinung ausführlich dargelegt habe, besteht kein Bedarf, etwas hineinzuinterpretieren.
Ihr allererster Kommentar war übertitelt "latent contra", enthielt einen Küchenpsychologie, haltlose und beleidigende Unterstellungen gegenüber einem interviewten Wissenschaftler, dessen "Körpersprache" Ihnen nicht behagt, dafür aber keinen erkennbaren Bezug zu den technischen und wissenschaftlichen Aspekten des Themas, um das es geht, nämlich die Sicherheit des LHC. Und so begründen Sie eine "latent contra"-Einstellung?
Wundert es Sie, wenn das als Überheblichkeit des Laien herüberkommt?
Tolya Glaukos wrote:
>ob sie den Zehn-Euro-Schein (den sie
>pro Kopf in dieses Projekt stecken
>musste) für ein Technikspielzeug
>investieren wolle oder lieber der einen
>Milliarde Hungernden auf dem Planeten
>zukommen lassen wolle – sie hätte sich
>mehrheitlich für letztere Alternative
>entschieden.
Ach, das Argument schon wieder.
Es wird wirklich immer dann herausgeholt, wenn einem wirklich gar nichts Vernünftiges einfällt und man sich deswegen auf die immer beliebte Position des moralisch Ueberlegenen zurückziehen will, von der es sich so trefflich auf den anderen herabschauen lässt.
Es besteht kein Zusammenhang zwischen den Ausgaben für den LHC, oder auch für jedes andere Forschungsprojekt, und den Hungernden Menschen auf dem Planeten. Letztere hungern nämlich nicht, weil wir Geld für Forschungsprojekte ausgeben. Es ist nicht so, dass Kapital auf der Welt so knapp ist, dass das in Bildung und Forschung investierte Geld nun automatisch auf einer anderen Seite fehlt.
Wer so argumentiert, mag sich vielleicht auf der moralisch höheren Warte wählen - zu Unrecht. Denn wer wirklich meint, dass einfach nur Geld zu spenden wirklich das Problem löst, der hätte es ja bereits machen und damit das Problem lösen können, durch den bewussten Verzicht auf einen Kinobesuch oder zwei Schachteln Zigaretten kommen auch 10 Euro zusammen.
Aber natürlich ist erstens dazu keiner bereit, was schon mal zeigt, wie weit es mit der moralischen Ueberlegenheit wirklich her ist, und zweitens löst man so auch nichts das Problem des Welthungers. Das wissen Sie natürlich ebenso gut wie ich, sodass man sich schon fragen muss, warum Sie überhaupt dieses dumme Argument bringen.
Es ist mit dem LHC möglich, wirklich einen großen Schritt vorwärts in unserem Verständnis fundamentaler Dinge inder Physik näher zu kommen. Abgesehen davon ist allein der Bai der technischen Anlagen des LHC aber auch eine wirkliche Herausforderung.
Klar kann man sich weigern, sich mit diesen Fragen zu beschäftigen, und stattdessen eine abwertende Bezeichnung wie "Technikspielzeug" verwenden, mit der man sich allerdings selbst abqualifiziert.
Aber ist das klug? Tut man Wissenschaft, Forschung und Bildung damit einen Gefallen, wenn man sich aus der Suche nach der Antwort auf fundamentale Fragen verabschiedet? Und wenn man darauf pfeift, Wissenschaft, Forschung und Bildung bestmöglich zu fördern, ist das gut für die Gesellschaft?
Ich meine: Keinesfalls.
Ich sehe in Ihren Worten meinen Anfangsverdacht bestätigt. Wenn Sie das wirkliuch so meinen, wie Sie es schreiben, dann spricht da wirklich die Arroganz des Laien.
Wie langweilig.
Betrachten wir die Situation wissenschaftlich.
Ein denkbares Szenario, das mit der beobachteten Situation in allen Punkten konsistent ist, wäre, dass man beim CERN nach ausgiebiger Beschäftigung mit der Sicherheitsthematik zu der Überzeugung gelangt ist, dass es kein Sicherkeitsproblem gibt und dass die gegenteiligen Behauptungen der Herren Plaga und Rössler fehlerhaft und unbegründet sind.
Dass Herr Plaga dieser Einschätzung - die sich mit der der anderer kompetenter Fachleute außerhalb des CERN, die ich dazu befragt habe, deckt - widerspricht und auf der Richtigkeit seiner Berechnungen beharrt, ist nicht unbedingt als verwunderlich zu werten und stellt für sich genommen noch keine Widerlegung der Position des CERN dar.
Mir scheint, dass dieses plausible Szenario von denen, die einfach an den einsamen Außenseiter glauben wollen, der das physikalische Establishment vorführt, mit Vorsatz geleugnet wird.
A. BETHE, A. COMPTON und P.S.BUCK und das Manhattan-Projekt - ein kleiner
Beitrag zu der Historie eines
Risikobewusstseins
Korrigenda zu meiner Berichtwiedergabe der Risikosichten
im Zuge des ersten Atombombentestes:
In einer der rekapitulierenden historischen
Beschreibung zum Manhattan-Projekt
wird ausgeführt, dass A. BETHE einen
Fehler in der eigentlich alarmierenden Risikoberechnung von
E.TELLER gefunden hatte, was die Erkenntnis brachte,
dass eine Nuklearexplosion nicht mit
dem Risiko von 3 in einer Million zu einer weit
größeren Explosion führen könnte.
Der Risikowert "three in one Million" rührte
also n i c h t von A. Bethe.
Dem ist hinzuzufügen, dass im
Artikel von H. Hudley (Bulletin of Atomic
Scientists, Nov. 1975, S. 21 ff) von einer
Risikoberechnung mit einem Resultat "slightly"
unter drei in einer Million -
eben geringfügig kleiner als Dreimillionstel -
gesprochen wurde.
A.KENT hatte vor ca. einem Jahrzehnt
A. BETHE in dessen letzten Lebensjahren
einmal dazu befragt, was er von
der Compton-Äusserung von 1959 halte -
Bethe meinte sinngemäß, dies hätte etwas
mit der Erinnerung bei Compton zu tun und
bezeicnnete selbst das Risiko weit, weit kleiner
als drei in einer Million.
(A.H.Compton, Physik-Nobelpreisträger, wurde
von P.S.Buck, ebenfalls mit Nobelpreis ausgezeichnet,
zur Geschichte der Atombombe befragt - sh. American Weekly vom 8.,
15. und 22. März 1959 und Readers Digest
v. Aug. 1959. - Insbesondere die Ausgabe vom 8. März 1959
erscheint hier bedeutsam, da darin genauere
Zitate von A. Compton vermerkt sind.
Die psychologisch entscheidende Aussage von Compton
besteht darin, dass man bei einem Risiko
größer als drei in einer Million nicht weiter
gemacht hätte. Ein Dementi zu dieser Aussage ist
nicht bekannt.)
Die tatsächliche vorhandene Ungewissheit
am Tag der atomaren Erstexplosion
ist z.B. belegt durch die scherzhaft gemeinten,
übertriebenen Äusserungen von E.Fermi (zitiert
von V. Weisskopf) -
man wettet nicht, wenn keine Ungewissheit besteht -
sowie durch ein Detail in einer Berichterstattung, dass nämlich der
Bruder von J.R. Oppenheimer, Frank Oppenheimer, selbst Physiker
und Mitbeteiligter am Manhattanprojekt noch vor dem
Kernwaffentest durchaus mit einer Katastrophe
rechnete und aus dieser Besorgnis Fluchtwegpläne
sich zurechtlegte.
Ein weiteres Öffnen der Akten aus dem Manhattanprojekt könnte
die fraglichen Berechnungen zu Tage fördern und eine
präzisere Beschreibung des damaligen Risikobewusstseins
der maßgeblichen Entwickler ermöglichen.
Liebe Leute,
ich freue mich ja generell über Diskussionen in meinem Blog. ABER: Das Thema ist - zumindest hinsichtlich der hier zu lesenden Argumentation - schon durch! Und zwar wurden so ziemlich alle Argumente beider Seiten zum Thema "Sicherheit am und Gefährdung durch den LHC" bereits im Blog Das Ende der Welt von KOSMOlogger Leo Burtscher ausgetauscht - nicht zuletzt deshalb stehen dort (aktuell) 149 Kommentare.
Bevor man viel Zeit und Mühe investiert, sollte man sich die Argumentation dort nochmals vergegenwärtigen.
Das ist übrigens auch der Grund für meine zurückhaltende Kommentierung hier.
Beste Grüße,
Andreas
Wie eine vertiefte Recherche ergibt, hat H.A.BETHE dem
Warner und Professor der Strahlenphysik
H.C.Hudley wenige Monate später nach dessen kritischen
Artikel (bzgl. eines Globalrisikos durch Kernwaffentest)
im "Bulletin of the Atomic Scientists" im
selben Magazin geantwortet (sh. Ausgabe June 1976, S. 36 u. 37).
BETHE, der gelegentlich als letzter Gigant des beginnenden
Atomzeitalters bezeichnet wird, spricht
a) von einem kompletten Missverständnis von Pearl S. Buck und
b) teilt mit, dass die Konopinski/Marvin/Teller-
Facharbeit ("Ignition of the atmosphere...", report LA-602) noch
vor dem 16.7.1945 (1. Testexplosion) gefertigt wurde.
Dem unbefangenen Leser fällt das Datum auf dem
Titelblatt des reports LA-602 auf: 14. Aug. 1946;
die Frage, wie sich dieses Datum mit
Bethes Angaben deckt, sollte gestellt
werden dürfen. Es stellt sich auch
die Frage, wieso A.H. Compton nicht von
vornherein im Interview zwischen den
beiden Nobelpreisträgern auf den report LA-602
abgehoben hat. A.H.Compton hatte selbst
leitende Funktion im Manhattan-Projekt und hätte schon vor
dem 16.7.1945 von dem entwarnenden Dokument
LA-602 Kenntnis haben müssen.
Bezug zum LHC-Experiment: Auf den CERN-Webseiten
gibt es einen Textblock, welches das Experiment
unbedenklich erscheinen läßt und welches neben
und losgelöst von der Fachargumentation steht:
Nämlich die Selbschutzbehauptung der
beteiligten Wissenschaftler - mit dem
Hinweis auf Freunde und Familien, was auch
mit dem Ziel eines Nullrisikos verbunden wird.
Dies ist sehr beeindruckend und sicher ganz ernst
gemeint - ist es auch lebenswirklich?
Die Geschichte zeigt und belegt, dass das
Selbstschutzargument seine deutliche scharfe Grenze
beim Wert "three in a million" - selbst
bei einem Nobelpreisträger - im Zuge
des Manhattan-Projektes gefunden hatte.
SPIEGEL-Übersetzung zum Compton-Interview:
"Wenn die Wahrscheinlichkeit
größer gewesen" wäre, so erklärte
Compton später, hätten er und andere
Physiker "nicht weitergemacht."
Nun, wenn es um die Verseuchung ganzer
Ländereien infolge eines atomaren GAUs geht,
erörtert man zurecht sehr ausführlich Risikofragen;
der gleiche Ernst und der den Werten entsprechende, angemessene
Aufwand - im Falle grenzwertiger Forschung, wie im Falle des
LHC, welcher keine natürliche, sondern völlig neue künstliche
Bedingungen auf der Erde erzeugt -, steht aus.
Ja, du hast natürlich Recht. Dennoch, ganz unwidersprochen wollte ich nicht auch die Aussagen von Leuten nicht lassen, die ohne handfeste Argumente beleidigende Aeußerungen gegen die Beteiligten loslassen mussten. Ich muss sagen, ich bewundere auch die Geduld der Wissenschaftler vom CERN.
Der Folgende Blog-Artikel von einem Physiker bringt es auf den Punkt.
http://onscreen-scientist.com/?tag=rainer-plaga
Sehr geehrte Damen und Herren,
im Rahmen der Transparenz erlaube ich mir, auf vergleichbare Diskussionsinhalte in den beiden NZZ-Links hinzuweisen:
Die Protonen kreisen wieder Ein Weltrekord am CernFreundliche Grüsse, Ralf Kannenberg
das ist alles gar nicht wahr, was sie hier sagen wenn sie meinen das wäre alles völlig in ordnung mit dem cern. denn auch grosse gelehrte wie klaus deistung, der wie ich mitglied ist im A.A.S. und der immer an der forschungsfront ganz vorne mit dabei ist, haben immer wieder in ausführlichen veröffentlichungen darauf hingewiesen, dass die welt untergehen wird, so oder so. durch dieses böse experiment wird es zu schlimmen atomaren verpuffungen kommen, die erde wird sich auflösen in ein nichts und alle aliens die das sehen werden laut lachen. denn auch damals schon waren aliens da und zeigten den menschen wie man raumschiffe baut. das steht in der bibel geschrieben. auch in der vierten dimension ist das kein thema in der siebten sowieso nicht! aber wie blöde ist der mensch nun so ein schreckliches experiment zu machen. oder hat der teufel seine finger im spiel? auch die regierung spielt da mit wenn leute einfach sagen, das wäre alles kein problem. die sind alle bezahlt! ich bin da ganz auf linie mit meinem kollegen wenn er sagt: die bibel ist auch ein faszinierendes high-tech werk!
bitte, bitte nicht vom „gesunden Menschenverstand“ fabulieren. Was tut dieses Phantom hier zur Sache?
Die technischen Aspekte habe ich bewusst ausgeklammert – ich werde nicht zu einem komplexen Fachthema unqualifizierte Kommentare abgeben, mir fehlt hier entschieden das Detailwissen.
Beleidigende Äußerung entfernt. Bitte unterlassen Sie das zukünftig. Einfach mal ruhig durchatmen bevor Sie zur Feder greifen.
Martin Huhn
Und wer solche unwissenschaftlichen Phrasen verteidigt, diskreditiert sich selbst.
Und ich bin von einem fest überzeugt: Auch Wissenschaft benötigt Glaubwürdigkeit. Sie nicht?
Die Hungernden: ich habe nicht mich auf eine vermeintlich moralisch höhere Stufe gestellt, das wäre nun wirklich sehr albern. Ich schrieb von meinem Eindruck, was die Bevölkerung für sinnvoll(er) erachtet. Doch ich gebe Ihnen latent Recht, diese Argumentation war recht flapsig vorgetragen, und die Bevölkerung hat nicht in allen Belangen automatisch recht (aber auch nicht zwingend unrecht).
Mir ging&geht es schlussendlich, um dieses Thema zu einem guten Ende zu bringen, eigentlich nur um eins: Kompetenz zu fördern, Autorität zu untergraben. In allen Bereichen, das betrifft nicht nur die Wissenschaft … und das hat nichts mit Moral zu tun. Es ist Zweckdenken in Reinform.
Noch einmal vielen Dank für Ihr stets promptes Feedback.
Ach, und das noch: das von mir vorgetragene flapsige Argument mag Ihnen technikfeindlich aufgestoßen sein, ich verstehe, warum. Ich selbst erfahre mich im Alltag grundsätzlich als technikfreundlich bis technikbegeistert. Evolution IST Technik, Natur IST Technik.
Viel Erfolg beim kreativen Weiterdenken und Forschen (und gelegentlichen Hörnerabstoßen ;-) wünscht
Tolya