kosmologs Einsteins Kosmos

Paralleluniversum entdeckt!

01. April 2010, 01:54

[Liebe Leserinnen und Leser, bitte glauben sie der folgenden Meldung nicht, denn es war mein Aprilscherz 2010. Aber wer weiß? Vielleicht funktioniert das Ganze und wird zu einer ganzen ernsten Meldung in 2020?]

Noch bevor der LHC am CERN Extradimensionen nachweisen konnte, gelang dem ESA-Satelliten PLANCK ("Einsteins Kosmos" stellte ihn vor) der Durchbruch: Ein Paralleluniversum ist nicht länger eine Spekulation – eines gibt es tatsächlich! Diese Erkenntnis geht klar aus den aktuellen PLANCK-Beobachtungsdaten hervor – und das noch bevor er den Himmel komplett abgescannt hatte.

PLANCKs Job
PLANCK fertigt derzeit eine Karte der kosmischen Hintergrundstrahlung an, die sich etwa 400.000 Jahre nach dem Urknall machte und noch heute überall am Himmel als schwaches Glimmen nachweisbar ist. In der Intensitätsverteilung der kosmischen Hintergrundstrahlung steckt eine Menge Information. So weiß  man aus deren Analyse der Hintergrundstrahlung schon seit einigen Jahren, dass das Weltall zum größten Teil aus Dunkler Energie (72%), Dunkler Materie (23%) und nur zum geringsten Teil aus normaler Materie, wie wir sie kennen (5%), besteht. So weit, so gut.

Die Entdecker
Jetzt ist es Forschern um den schweizerischen Kosmologen Lars Zirpech von der ETH Zürich gelungen, eine Aussage über ein anderes Universen zu machen. Wie geht das? Nun, die Karte der Hintergrundstrahlung ("CMB-Karte") bildet den gesamten Himmel ab, den wir von der Erde sehen können. Zirpech und sein Team haben an zahlreichen Stellen der Karte eine seltsame Dopplung von Mustern entdeckt (siehe Beobachtungsdaten von PLANCK im Bild).
Dazu kommentiert Zirpech: "Diese Dopplungen waren schon ein sehr merkwürdiger Zufall. Wir analysierten und verglichen die Muster und kamen zu dem Schluss, dass eigentlich zwei CMB-Karten übereinander liegen." Kosmologen haben schon länger vermutet, dass manche Strukturen mehrfach in die Hintergrundkarte eingeprägt worden sein könnten, aber bislang blieb diese Suche erfolglos. Bis heute. Zirpech bedient sich dem Modell vom Zyklischen Universum (nach Steinhardt & Turok 2001; z.B. hep-th/0103239; siehe Skizze) und erklärt die Dopplung folgendermaßen.

Zwei überlagerte CMB-Karten
Ein Muster der Hintergrundstrahlung stammt von unserem eigenen Universum, nämlich von einem Wasserstoff- und Heliumgas, das diese thermische Strahlung 400.000 Jahre nach dem Urknall auf den Weg geschickt hat – das ist völlig konform mit dem Standardmodell der Kosmologie. Diesem Muster überlagert ist jedoch ein zweites Strahlungsmuster. Zirpech: "Dieser zweite Anteil kommt von unserem Paralleluniversum. Ein zweites Universum ist von unserem über eine vierte, räumliche Extradimension getrennt. Die Hintergrundstrahlung im Paralleluniversum koppelt an ein neuartiges Feld, das wie ein Bote das Muster in unser Universum schickt." Zirpech bezieht sich auf das so genannte Radionfeld, das fester Bestandteil des Zyklischen Universums ist. Das Radion ist dafür verantwortlich, dass unser Universum gegen das Paralleluniversum schwingt – das kann so weit führen, dass beide Universen zusammenstoßen und dabei erneut ein Urknall stattfindet. Weil das periodisch immer wieder und wieder geschieht, spricht man vom Zyklischen Universum.
Das Radion kann sich im gesamten Raum, auch in den Extradimensionen, ausbreiten. Weil sich das Radionfeld bei der Wechselwirkung mit Photonen verändert, vermittelt es die Verteilung der Hintergrundstrahlung im Nachbaruniversum in unser Universum und wir beobachten zwei überlagerte Karten.

Bedeutung der Entdeckung
Diese Forschungsarbeit ist ein Durchbruch für die Kosmologie und es laufen bereits Wetten in der Community, dass Zirpech der nächste Anwärter auf den Nobelpreis für Physik sein wird. Wir können nun versichert sein: Es gibt mehr Dimensionen als Länge, Breite und Höhe und es gibt mehr als nur ein Universum.



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Männerabend im Café Astro

14. März 2010, 12:48

von Andreas Müller & Janine Fohlmeister

Achtung, mitraten und ein Sachbuch gewinnen!

Das Café Astro ist nicht nur ein Treffpunkt für Damen. Das männliche Geschlecht trifft sich heute anlässlich der Fußballweltmeisterschaft. Die Gegner: Deutschland gegen Niederlande. Drei Männer, Allbert, Isaac und Stephen, schauen ebenfalls gebannt auf die Leinwand. Zur Feier des Tages gibt es natürlich Bier.

Noch ist das Spielfeld leer. Der Anpfiff steht kurz bevor – doch vorher gibt es das übliche Analysisgequatsche, Werbung und Kameraschwenks durch das Stadion. Isaac bestellt grad den begehrten Hopfenblütentee bei der rastlosen Bedienung: „Halo Madel, bring uns drei Korona, aber gut gekühlt, bitte!“ Die uns wohl vertraute Rosita japst nur ein „Ich bin gleich bei Euch.“ Die Stimmung ist gut, die Gäste johlen ein paar Schlachtrufe. Natürlich wird Rosita den prüfenden Blicken der männlichen Gäste unterzogen. Allbert murmelt: „Hast Du die Kellnerin gesehen? Was meinst Du?“ „Klarer Fall von Körbchengröße A“, meint Isaac lapidar. Stephen verzieht das Gesicht und sagt „Ja, diese Rosita ist leider asymptotisch flach“. „Hab‘ ich auch sofort ergannt“, platzt es aus Allbert heraus. Rosita, deren Ohren auch bei größtem Lärm jedes Signal herausfiltern, brüllt zu ihnen hinüber "Ihr Kerrle! In den Zentralregionen Eurer Hosen sehe ich auch keinen Bulge."

Die drei Checkerer lassen die Köpfe hängen. Isaac rümpft plötzlich die Nase und meint nur „Hier müffelt’s, Brüder!“. In der Tat riecht es unterm Tisch männermäßig unangenehm und wie sich herausstellt: Es sind Stephens Quanten. Allbert, der keine Socken trägt, steuert allerdings eine Duftnote bei. Isaac, der sich sozusagen im Zentrum der Stinkwolke befindet, schimpft: „Oh Jungens, das ist ja feynman! Regeln guten Benehmens kennt Ihr nicht, oder wie!?“ Wenn ein Geruch so stinkt, dann ist der Fluchtinstinkt sehr ausgeprägt. Um seine Kumpels nicht zu sehr zu kränken, spricht Isaac nur „Ich muss ‘ne Stange Wasser parken.“ Isaac - mittlerweile klein und blass, weil der innere Druck rapide zunimmt - entfernt sich. Wie ein weißer Zwerg läuft er orientierungslos, fast gehetzt durch die Menschenmenge. Seine Fluchtgeschwindigkeit ist enorm groß.

Als die beiden Männer, Allbert und Stephen, so allein am Tisch stehen, fällt ihnen auf, wie unaufgeräumt es unterm Tisch aussieht: Durch das ausbleibende Putzen hatte sich ein Staubtorus unter der Scheibe ausgebildet. Stephen grummelt „Sag‘ mal, warum eigentlich diese ständige Schauen nach Weibern? Das ist doch entartet, wir sind schließlich beide glücklich verheiratet.“ Das stimmt in der Tat: Allbert ist mit Nova verheiratet, einer jungen strahlenden Persönlichkeit. Seitdem trägt er einen wunderschönen Einstein-Ring am Finger. Neulich erst hatten die beiden den 10. Hochzeitstag, den Allbert beinahe vergessen hätte - hätte er nicht damals genau am gleichen Tag vor zehn Jahren seine erste Segelyacht gekauft. Nun bohrt wieder diese Frage in seinem Innern: Was schenke ich bloß diesmal meiner Frau zum Hochzeitstag? Beim letzten Mal schenkte Allbert seiner Nova eine PP-Kette, die sie seither stolz um den Hals trägt. Wofür das PP stand, hat er schon wieder vergessen; Patricia Prada oder so - egal. Stephen ist ebenfalls fest gebunden und lebt mit Chandra, einer jungen Röntgenärztin zusammen. Auch Isaac stand einmal kurz davor mit einer jungen Frau zu fusionieren. "War ‘ne üble Sache damals mit dem Flugzeugabsturz von Sofia.", sinniert Allbert, "Isaac war in ein tiefes, schwarzes Loch gefallen. Ich glaube, er stand kurz davor sich die Pulsardern aufzuschneiden."

Als Allbert und Stephen da so im Gespräch vertieft vor sich hin schweigen, kommt Isaac. „Isaac, was soll ich meiner Frau zum Hochzeitstag schenken?“, ruft Allbert. „Schenk ihr doch ein Gehege!“, antwortet Isaac. „Jetzt red‘ doch keinen Quarks, Isaac, Einsperren ist auch keine Lösung.“, mault Allbert. „Nein, doch nicht für Deine Frau, ich meine etwas mit Viechern, einen Tierkreis oder so.“, präzisiert sich Isaac. „O megageil, mein Lieber! Ich könnte ihr ein paar Hasen schenken.“, freut sich Allbert. Stephen ist die ganze Zeit quasar ruhig – er beobachtet ein Par sece am Nebentische. „Habt Ihr die Säcke da drüben schon bemerkt?“, fragt Stephen und fügt hinzu, „Den einen Bulk kenne ich. Ist der Sohn von Grid.“

Endlich kommt die eilig rotierende Rosita mit den drei Bieren vorbei und stellt sie wortlos und hastig auf den Tisch. „Danke, Schönheit“, ruft ihr Isaac hinterher. Offenbar fühlt sie sich nicht mit einer Kraft von ihm angezogen, die mit dem Abstandquadrat abfällt. „Eine Frage habe ich noch, Fräulein“, ruft Isaac Rosita an. „Mein Handy-Akku ist leer. Gibt’s hier irgendwo Strom?“, fragt Isaac. Die physikalisch grundgebildete Rosita antwortet: „Wenn Ihr Elektronen volt, da unten ist eine Steckdose.“ Sie zeigt auf eine schweinsnasige Öffnung in der Wand. Dieses Intermezzo zeigt, dass Isaac nicht unbedingt ein Frauentyp ist.

Ganz anders ist es mit Allbert: Mit seinem roten Kopf und der Körpergröße hatte er sich den Spitznamen roter Riese eingehandelt. Allbert ist im Prinzip das Alphamännchen des Männertrios und er mault unvermittelt los „Ich glaub ich spin‘! Ist das dunkel!“ In der Tat ist es am Tisch recht dunkel, und da Rosita die Beschwerde vernommen hat, stellt sie ein paar Standardkerzen auf. Ein angenehm warmes Licht breitet sich aus.

Das Spiel wird endlich angepfiffen und die Oranjes bekommen unter einer johlenden Menge im Café von Anfang an ordentlich eins auf die Mütze. Das 1:0 für Deutschland liegt in der Luft und nach einer exzellenten Vorbereitung durch Schweinsteiger verwandelt Klose mit einem Kopfballtor. „TOOOOOOOR!“, schreien Allbert, Isaac und Stephen im Chor und freuen sich begeistert. „Mann, das hat der Klose sehr gut gemacht.“, ereifert sich Allbert. Die Worte des Sportkommentators wurden von plötzlichem Lärm über den Köpfen der Cafégäste erschüttert. Ein Jet flog über sie hinweg. „Hey, gerade jetzt muss das sein!“, nörgelt Isaac. Nach einer spannenden ersten Halbzeit, in der die deutsche Nationalmannschaft den Druck auf die Oranjes erhöhen kann, verspüren unsere drei Protagonisten ein Vakuum in ihren Mägen.

Zum Glück gibt es im Café zur Feier des Tages eine Spezialität: Gravitationslinsensuppe. Die Männer haben jedoch vielmehr Lust auf Burger, so dass Allbert ruft: „Drei Big Rip, bitte.“ Die amerikanische Kost mundet delikat, füllt aber auch ganz schön ab. Isaac stöhnt „Jetzt beweg‘ ich mich kein epsilon mehr.“ In der zweiten Halbzeit kann die deutsche Elf ihren Vorsprung sogar ausbauen. Nach einem miesen Foul sieht ein Holländer die rote Karte und Deutschland kann den Druck erhöhen. Nach einem 2:0 in der 55. Minute und dem 3:0 in der 87. Minute kommt schließlich der erlösende Abpfiff. Allbert, Isaac und Stephen grinsen breit vor Freude. „Lass uns zahlen, Allbert“, meint Stephen. Doch die Sache hat einen Hawking: Effektiv hat Allbert leider kein Geld dabei. „Mann, Du bist auf der Planck-Skala echt ganz oben, Allbert!“, beschwert sich Isaac. „Na, und?“, protestiert Allbert zurück „Dafür hast Du einen ziemlich dicken Hintern! Ich will nicht Deine Jeansmasse wissen.“ „AGN!“, entfährt es Isaac nur. Stephen ist die Streitereien leid: „Oh, Isaac, mach, zahl endlich!“

So kommt es, dass Isaac Rosita her pfeift und die Rechnung komplett übernimmt. „Danke für die Einladung, Isaac“, flöten Stephen und Allbert im Chor. Isaac beschwert sich: „Naja, billig war das nicht gerade, Scheiß Inflation! Ich glaube fast, die haben hier eine höhere Mehrwertsteuer.“ „Meinst Du?“, fragt Allbert, „Hast Du die AGBs gelesen?“ Daraufhin antwortet Isaac: „Leider nein, denn für das Kleingedruckte reicht das Auflösungsvermögen meiner Brille leider nicht aus.“ „Okay, Jungens“, sagt schließlich Stephen zum Schluss „Dann gamma heim.“

In diesem nicht kursiven Text tummeln sich Begriffe und Namen aus der Astronomie, theoretischen Astrophysik und Physik, auch ein paar Bezeichnungen für Symbole, die dem griechischen Alphabet entlehnt sind. Jeder Begriff besteht aus mindestens drei Buchstaben und zählt nur einmal.

Mach‘ mit! Wer bis zum 19. März 2010, 12:00 Uhr die meisten versteckten Begriffe findet und hier im Kommentarbereich als erster postet, kann das handsignierte Sachbuch „Schwarze Löcher – Die dunklen Fallen der Raumzeit“ gewinnen.

AUFLÖSUNG

Das Café Astro ist nicht nur ein Treffpunkt für Damen. Das männliche Geschlecht trifft sich heute anlässlich der Fußballweltmeisterschaft. Die Gegner: Deutschland gegen Niederlande. Drei Männer, Allbert, Isaac und Stephen, schauen ebenfalls gebannt auf die Leinwand. Zur Feier des Tages gibt es natürlich Bier.

Noch ist das Spielfeld leer. Der Anpfiff steht kurz bevor – doch vorher gibt es das übliche Analysisgequatsche, Werbung und Kameraschwenks durch das Stadion. Isaac bestellt grad den begehrten Hopfenblütentee bei der rastlosen Bedienung: „Halo Madel, bring uns drei Korona, aber gut gekühlt, bitte!“ Die uns wohl vertraute Rosita japst nur ein „Ich bin gleich bei Euch.“ Die Stimmung ist gut, die Gäste johlen ein paar Schlachtrufe. Natürlich wird Rosita den prüfenden Blicken der männlichen Gäste unterzogen. Allbert murmelt: „Hast Du die Kellnerin gesehen? Was meinst Du?“ „Klarer Fall von Körbchengröße A“, meint Isaac lapidar. Stephen verzieht das Gesicht und sagt „Ja, diese Rosita ist leider asymptotisch flach“. „Hab‘ ich auch sofort ergannt“, platzt es aus Allbert heraus. Rosita, deren Ohren auch bei größtem Lärm jedes Signal herausfiltern, brüllt zu ihnen hinüber "Ihr Kerrle! In den Zentralregionen Eurer Hosen sehe ich auch keinen Bulge."

Die drei Checkerer lassen die Köpfe hängen. Isaac rümpft plötzlich die Nase und meint nur „Hier müffelt’s, Brüder!“. In der Tat riecht es unterm Tisch männermäßig unangenehm und wie sich herausstellt: Es sind Stephens Quanten. Allbert, der keine Socken trägt, steuert allerdings eine Duftnote bei. Isaac, der sich sozusagen im Zentrum der Stinkwolke befindet, schimpft: „Oh Jungens, das ist ja feynman! Regeln guten Benehmens kennt Ihr nicht, oder wie!?“ Wenn ein Geruch so stinkt, dann ist der Fluchtinstinkt sehr ausgeprägt. Um seine Kumpels nicht zu sehr zu kränken, spricht Isaac nur „Ich muss ‘ne Stange Wasser parken.“ Isaac - mittlerweile klein und blass, weil der innere Druck rapide zunimmt - entfernt sich. Wie ein weißer Zwerg läuft er orientierungslos, fast gehetzt durch die Menschenmenge. Seine Fluchtgeschwindigkeit ist enorm groß.

Als die beiden Männer, Allbert und Stephen, so allein am Tisch stehen, fällt ihnen auf, wie unaufgeräumt es unterm Tisch aussieht: Durch das ausbleibende Putzen hatte sich ein Staubtorus unter der Scheibe ausgebildet. Stephen grummelt „Sag‘ mal, warum eigentlich diese ständige Schauen nach Weibern? Das ist doch entartet, wir sind schließlich beide glücklich verheiratet.“ Das stimmt in der Tat: Allbert ist mit Nova verheiratet, einer jungen strahlenden Persönlichkeit. Seitdem trägt er einen wunderschönen Einstein-Ring am Finger. Neulich erst hatten die beiden den 10. Hochzeitstag, den Allbert beinahe vergessen hätte - hätte er nicht damals genau am gleichen Tag vor zehn Jahren seine erste Segelyacht gekauft. Nun bohrt wieder diese Frage in seinem Innern: Was schenke ich bloß diesmal meiner Frau zum Hochzeitstag? Beim letzten Mal schenkte Allbert seiner Nova eine PP-Kette, die sie seither stolz um den Hals trägt. Wofür das PP stand, hat er schon wieder vergessen; Patricia Prada oder so - egal. Stephen ist ebenfalls fest gebunden und lebt mit Chandra, einer jungen Röntgenärztin zusammen. Auch Isaac stand einmal kurz davor mit einer jungen Frau zu fusionieren. "War ‘ne üble Sache damals mit dem Flugzeugabsturz von Sofia.", sinniert Allbert, "Isaac war in ein tiefes, schwarzes Loch gefallen. Ich glaube, er stand kurz davor sich die Pulsardern aufzuschneiden."

Als Allbert und Stephen da so im Gespräch vertieft vor sich hin schweigen, kommt Isaac. „Isaac, was soll ich meiner Frau zum Hochzeitstag schenken?“, ruft Allbert. „Schenk ihr doch ein Gehege!“, antwortet Isaac. „Jetzt red‘ doch keinen Quarks, Isaac, Einsperren ist auch keine Lösung.“, mault Allbert. „Nein, doch nicht für Deine Frau, ich meine etwas mit Viechern, einen Tierkreis oder so.“, präzisiert sich Isaac. „O megageil, mein Lieber! Ich könnte ihr ein paar Hasen schenken.“, freut sich Allbert. Stephen ist die ganze Zeit quasar ruhig – er beobachtet ein Par sece am Nebentische. „Habt Ihr die Säcke da drüben schon bemerkt?“, fragt Stephen und fügt hinzu, „Den einen Bulk kenne ich. Ist der Sohn von Grid.“

Endlich kommt die eilig rotierende Rosita mit den drei Bieren vorbei und stellt sie wortlos und hastig auf den Tisch. „Danke, Schönheit“, ruft ihr Isaac hinterher. Offenbar fühlt sie sich nicht mit einer Kraft von ihm angezogen, die mit dem Abstandquadrat abfällt. „Eine Frage habe ich noch, Fräulein“, ruft Isaac Rosita an. „Mein Handy-Akku ist leer. Gibt’s hier irgendwo Strom?“, fragt Isaac. Die physikalisch grundgebildete Rosita antwortet: „Wenn Ihr Elektronen volt, da unten ist eine Steckdose.“ Sie zeigt auf eine schweinsnasige Öffnung in der Wand. Dieses Intermezzo zeigt, dass Isaac nicht unbedingt ein Frauentyp ist.

Ganz anders ist es mit Allbert: Mit seinem roten Kopf und der Körpergröße hatte er sich den Spitznamen roter Riese eingehandelt. Allbert ist im Prinzip das Alphamännchen des Männertrios und er mault unvermittelt los „Ich glaub ich spin‘! Ist das dunkel!“ In der Tat ist es am Tisch recht dunkel, und da Rosita die Beschwerde vernommen hat, stellt sie ein paar Standardkerzen auf. Ein angenehm warmes Licht breitet sich aus.

Das Spiel wird endlich angepfiffen und die Oranjes bekommen unter einer johlenden Menge im Café von Anfang an ordentlich eins auf die Mütze. Das 1:0 für Deutschland liegt in der Luft und nach einer exzellenten Vorbereitung durch Schweinsteiger verwandelt Klose mit einem Kopfballtor. „TOOOOOOOR!“, schreien Allbert, Isaac und Stephen im Chor und freuen sich begeistert. „Mann, das hat der Klose sehr gut gemacht.“, ereifert sich Allbert. Die Worte des Sportkommentators wurden von plötzlichem Lärm über den Köpfen der Cafégäste erschüttert. Ein Jet flog über sie hinweg. „Hey, gerade jetzt muss das sein!“, nörgelt Isaac. Nach einer spannenden ersten Halbzeit, in der die deutsche Nationalmannschaft den Druck auf die Oranjes erhöhen kann, verspüren unsere drei Protagonisten ein Vakuum in ihren Mägen.

Zum Glück gibt es im Café zur Feier des Tages eine Spezialität: Gravitationslinsensuppe. Die Männer haben jedoch vielmehr Lust auf Burger, so dass Allbert ruft: „Drei Big Rip, bitte.“ Die amerikanische Kost mundet delikat, füllt aber auch ganz schön ab. Isaac stöhnt „Jetzt beweg‘ ich mich kein epsilon mehr.“ In der zweiten Halbzeit kann die deutsche Elf ihren Vorsprung sogar ausbauen. Nach einem miesen Foul sieht ein Holländer die rote Karte und Deutschland kann den Druck erhöhen. Nach einem 2:0 in der 55. Minute und dem 3:0 in der 87. Minute kommt schließlich der erlösende Abpfiff. Allbert, Isaac und Stephen grinsen breit vor Freude. „Lass uns zahlen, Allbert“, meint Stephen. Doch die Sache hat einen Hawking: Effektiv hat Allbert leider kein Geld dabei. „Mann, Du bist auf der Planck-Skala echt ganz oben, Allbert!“, beschwert sich Isaac. „Na, und?“, protestiert Allbert zurück „Dafür hast Du einen ziemlich dicken Hintern! Ich will nicht Deine Jeansmasse wissen.“ „AGN!“, entfährt es Isaac nur. Stephen ist die Streitereien leid: „Oh, Isaac, mach, zahl endlich!“

So kommt es, dass Isaac Rosita her pfeift und die Rechnung komplett übernimmt. „Danke für die Einladung, Isaac“, flöten Stephen und Allbert im Chor. Isaac beschwert sich: „Naja, billig war das nicht gerade, Scheiß Inflation! Ich glaube fast, die haben hier eine höhere Mehrwertsteuer.“ „Meinst Du?“, fragt Allbert, „Hast Du die AGBs gelesen?“ Daraufhin antwortet Isaac: „Leider nein, denn für das Kleingedruckte reicht das Auflösungsvermögen meiner Brille leider nicht aus.“ „Okay, Jungens“, sagt schließlich Stephen zum Schluss „Dann gamma heim.“



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Damentreff im Café Astro

24. Februar 2010, 18:57

Ich bin ein Spanner, zumindest akustisch. Neulich belauschte ich vier Damen im Café „Astro“ und sie hatten sich viel zu erzählen. Hier kommt die Geschichte, was sich da zutrug:

Amanda, Alice, Alma und Lisa nahmen gerade in einem italienischen Café Platz. Eine junge Frau mit Schürze hstete gerade am Tisch vorbei. Lisa fragte: „Xeusi, junge Frau. Bedienen Sie hier?“ Die Angesprochene antwortete: „ Nein, ich nicht, aber Rosita. eRosita! Komm mal rüber.“ So kam eine andere Dame an den Tisch, die die Bestellung aufnahm. Alice wollte die erste Runde aufnehmen und sprach: „Vier Esopressos, bitte.“ „Die heißen Espressi.“, korrigierte die polyglotte Amanda, worauf Alice konterte: „Das ist mir doch integral!“ Zur Verwunderung aller ergänzte Lisa:  „Meinen mit Icecubes, bitte.“ Nach einer Weile kam die Kellnerin mit den köstlichen Kaffeegetränken zurück. Die Eiswürfel für Lisa wurden getrennt serviert und sahen aus wie Ligo-Steine. Lisa ließ sie mit einem deep impact in ihrem Kaffee verschwinden. (weiter)

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Hintergrundstrahlung lässig erklärt

04. August 2009, 23:07

Schonmal auf 'ner primordialen Plasmawelle knapp 400.000 Jahre nach dem Urknall gesurft? Nein? Es gibt jetzt einen lesens- und sehenswerten Comic zu diesem Thema. Es ist das Werk des Kosmologen Dr. Torsten Enßlin vom MPI für Astrophysik und seines Bruders Jojo Enßlin, einem freischaffenden Illustrator. Viel Spaß!

Cosmic starten und in die Welle abtauchen.

Mehr Hintergrundinfos am Max-Planck-Institut für Astrophysik in Garching.



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Ein schwerer Tag im Leben eines Physikers

14. August 2008, 22:58

Ich wachte morgens auf und hatte einen tierischen Carter. Ich war planck, schoss es mir durch den Kopf. Ich versuchte zu erinnern, was passiert war. Der letzte Abend hatte mich meine letzten liquiden Mittel gekostet. Vermutlich war eine der fünf Flaschen Bohrdo verdorben gewesen. Manchmal hört man ja, dass der Weinberg von Parasiten befallen ist. Guth, dachte ich, nach so einem inflationärem Trinkgelage mussten die Finanzen ja auf der Strecke bleiben. Nie wieder wollte ich nach St. Pauli schwor ich mir! Ich entsann mich auch, was mich zu diesem ungewohnt exzessiven Verhalten brachte: die Festplatte meines Arbeitsrechners hatte einen Crash! Leider war ich etwas nachlässig, was die Backups anging, so dass einige Monate Arbeit für Schrödingers Katze waren. Macht nichts, dachte ich. Schließlich ist Einstein noch nie vom Himmel gefallen. Ich beschloss mir zunächst einen frischen Kaffee zu kochen, um wieder auf die Beine zu kommen. Tolman, keine Filtertüten mehr da! So musste ein Handtuch als Provisorium herhalten. Vermutlich unterschätzte ich bei dieser Technik die Kaffeemenge. So stark schmeckte der Kaffee noch nie: Mein Hertz raste, und meine Hände haben unglaublich desittert. So müsste man sich wohl in einem materiefreien Universum vorcompton. Doch halt: etwas hatte ich fermisst. Gehörte nicht noch etwas Kaubares zu einem Frühstück? Die Lage war ernst, denn mein Kühlschrank gähnte mich mit nihilistischer Lehre an. Zum Glück hatte die Bäckerei schon auf. Ich entschied, trotz meines geistig umnachteten Zustands und der inneren, koffeinbedingten Unruhe, auf die Straße zu gehen. Auch wenn der andere Teil meiner Wellenfunktion bereits im Nirwana einem Vernichtungsoperator anheim gefallen sein musste. Bei den ersten Schritten wurde mir schwarzschild vor Augen. Ich musste mich ziemlich zusammenreissnern, um nicht zu stolpern. Das Knurren meines Magens erinnerte mich an ein Untier, auf das prähistorische Jäger und Sammler gestoßen sein mögen. Ich hingegen jagte nur ein Brötchen, das unschuldig belegt hinter einer Glasscheibe auf potentielle Käufer lauerte. Ich ergriff meinen Speer, äh Schirm und machte mich auf in ein regennasses Chaos, das jeder Theorie entbehrte. Nicht schon wheeler! Meine Darmperistaltik erzeugte Geräusche, die an einen startenden Jumbo erinnerten. Ich wollte so schnell wie möglich in der Bäckerei notlanden. Zum Glück erblickte ich schon das Schild. Oh Gott, ich hatte 't hooft, dass der Laden leer sei, doch eine moderate Schlange hatte sich aufgestaut. Eine Nanosekunde dachte ich an Umkerr. Weyl der Hunger jedoch meine Schlangenphobie besiegte, stellte ich mich an. Ich glaubte, ich stünde im Wald! Nach endlos dilatierter Zeit war ich endlich an der Reihe. Mein Anblick schien erträglich zu sein, denn die Verkäuferin lächelte mich mildtätig, aber nicht aufmunternd an. Auf einem Teller oder zum Mitnehmen, fragte sie. Ich wollte natürlich schleunigst aus dem Geschäft verschwinden. So reichte sie mir das Corpus delicti über die Theke. Welcher Price mich wohl erwarten würde? 5 Euro Fuffzich, hörte ich sie noch sagan, doch in Gedanken war ich schon bei den belegten Köstlichkeiten, die mit Schnitzel Wiener Art belegt ihre Schönheit hinter einer braunen Tüte versteckten. Wie vom Tachyon gehetzt, fanden meine 2 Promille schweren Beine den Weg die Treppe hinauf. Die kaffeeartige Flüssigkeit dampfte noch, als ich eines dieser kulinarischen Wunderwerke vernaschte. Aber schon beim ersten Bissen musste ich feststellen: das Brötchen war steinhardt
Was für ein misner Tag!

Im Text befinden sich Nachnamen von berühmten Physikern - wie viele sind es?

 

LÖSUNG:

Es sind 33 Physiker. Hier kommt das versprochene Bonbon nach der Auflösung durch Lars, Stefan und Marco *tusch*: die Koryphäen in voller Schönheit und ihr Arbeitsgebiet (stars in order of appearance):

Brandon Carter (*1942)
australischer Relativist und Astrophysiker, erforschte die Eigenschaften der rotierenden Schwarzen Löcher, insbesondere die Geodäten in der Kerr-Geometrie. Er entdeckte mit Bardeen und Hawking die Hauptsätze der Schwarzen Löcher und konnte zeigen das sie keine Haare haben.

Max Planck (1858 - 1947)
deutscher Quantenphysiker, gilt als Vater der Quantentheorie, quantisierte die elektromagnetische Strahlung eines Schwarzen Körpers. Nach ihm wurde die Planck-Kurve, die Verteilung der Energiedichte bzw. des Strahlungsflusses eines thermischen Strahlers und die Planck-Skala benannt, Nobelpreis 1918.

Niels Bohr (1885 - 1962)
dänischer Quantenphysiker, Atomphysik, Bohrsches Atommodell, nach dem die Elektronen strahlungsfrei den Atomkern umlaufen, Nobelpreis 1922.

Steven Weinberg (*1933)
amerikanischer Teilchenphysiker, arbeitet auf dem Gebiet der schwachen Wechselwirkung und vereinheitlichte sie mit den Kollegen Abdus Salam und Sheldon Lee Glashow zur Elektroschwachen Theorie. Im Rahmen dieser ersten Vereinheitlichten Theorie, die zwei fundamentale Naturkräfte vereinigt, gelang die Prognose des Z-Teilchens und der W-Teilchen (Weakonen). Nach ihm wurde der Weinberg-Winkel benannt, der in der Elektroschwachen Theorie, die Mischung von Photon und Z-Teilchen parametrisiert, zusammen mit Salam und Glashow Nobelpreis 1979 für die Vorhersage des Z-Teilchens. Seither arbeitet Weinberg an der Vereinigung dreier Naturkräfte (Grand Unified Theories, GUT) und aller vier Kräfte inklusive Gravitation (Unified Theories, UT). Diese Konzepte finden Anwendung in der Kosmologie, in den frühen Phasen des Universums. Eine vielversprechendes Konzept ist die Einbindung der Supersymmetrie. Weinberg ist Autor zahlreicher empfehlenswerter Bücher.

Alan H. Guth (*1947)
Kosmologe am MIT, Vater der Inflation (1981), nach der das Universum eine Phase exponentieller Expansion durchlief. Die Inflationstheorie beseitigte bekannte Probleme der Kosmologie: Homogenitäts-, Flachheits-, Horizontproblem und Fehlen Magnetischer Monopole.

Wolfgang Pauli (1900 - 1958)
österreichischer Quantenphysiker, Quantentheorie des Spins, theoretischer Entdecker des Pauli-Prinzips und Spin-Statistik-Theorems, forderte die Existenz des Neutrons aus dem Betazerfall, Nobelpreis 1945.

Erwin Schrödinger (1887 - 1961)
österreichischer Quantenphysiker, fand die Schrödinger-Gleichung, die Bewegungsgleichung der Quantentheorie auf der Basis der Wellenmechanik von de Broglie (Materiewellen). Diese fundamentale Gleichung geniesst in der Quantenmechanik denselben Stellenwert, den die Einsteinschen Feldgleichungen in der Relativitätstheorie haben. Mit der Schrödinger-Gleichung war das fundamentale Objekt Wellenfunktion geboren, dessen räumliche und zeitliche Verteilung Teilchen und Felder beschreibt, Nobelpreis 1933 zusammen mit P. Dirac, dem theoretischen Pionier der Antimaterie.

Ernst Mach (1838 - 1916)
österreichischer Physiker und Philosoph, er entwickelte 1893 das Machsche Prinzip, ein fundamentales Prinzip für Bewegung und Trägheit von Massen, das Einstein zur Allgemeinen Relativitätstheorie leitete. Auch Machzahl und Machscher Kegel sind nach ihm benannt.

Albert Einstein (1879 - 1955)
Begründer der Relativitätstheorie, die bahnbrechende Erkenntnisse über Bewegung, Raum, Zeit (zusammengefasst als Raumzeit), Materie, Energie und Gravitation ermöglichte. Den Nobelpreis erhielt er allerdings 1921 für den Photo-Effekt, den er mit der (bis dato noch nicht allgemein akzeptierten) Lichtquantenhypothese erklärte.

Richard Chase Tolman (1881 - 1948)
Relativist und Astrophysiker, Arbeiten über relativistische Sterne, besonders kompakte Neutronensterne. Er entwickelte die TOV-Gleichungen zusammen mit Oppenheimer und Volkoff, die die Newtonschen Sterne verallgemeinern und wesentlich für den Gravitationskollaps sind.

Johannes Stark (1874 - 1957)
deutscher Atomphysiker, entdeckte Stark-Effekt 1913, d.h. eine Aufspaltung von Spektrallinien, wenn die Atome einem starken, elektrischen Feld ausgesetzt sind. Dieser Prozess ist quantentheoretisch verständlich, Nobelpreis 1919.

Gustav Ludwig Hertz (1887 - 1975)
deutscher Atomphysiker, untersuchte Anregungs- und Ionisationsenergien in der Elektronenhülle, die sich im Franck-Hertz-Versuch manifestieren. Dafür gab es den Nobelpreis 1925 zusammen mit J. Franck.

Willem de Sitter (1872 - 1934)
deutscher Relativist, Astronom und Kosmologe, er beobachtete die Bewegung der Jupitermonde und bestimmte fundamentale Konstanten der Astronomie neu. Berühmtheit hat er bis heute wegen des Einstein-de Sitter-Universums (1917), einer Lösung der Einsteinschen Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie, die materiefrei ist und aufgrund einer positive kosmologische Konstante (Lambda-Term) expandiert (siehe auch Dunkle Energie).

Arthur Holly Compton (1892 - 1962)
Röntgenspektroskopiker, untersuchte Polarisation der Röntgenstrahlung, entdeckte 1923 den Compton-Effekt: die Zunahme der der Wellenlänge (Energieverlust) elektromagnetischer Strahlung bei der Streuung an freien Teilchen, z.B. Elektronen. Diesen Vorgang nennt man Compton-Streuung, eine charakteristische Grösse die Compton-Wellenlänge. Comptonisierung bezeichnet den umgekehrten Prozess: inverse Streuung erhöht die Energie gestreuter Strahlung, Nobelpreis 1927 zusammen mit C.T.R. Wilson.

Enrico Fermi (1901 - 1954)
italienischer Quantenphysiker, viele Arbeiten auf dem Gebiet der Quantentheorie, besonders Quantenstatistik (Fermi-Gas, Fermi-Energie, Fermion) und Fermi's Goldene Regel, die zur Berechnung von Übergangsraten von quantenmechanischen Zuständen wichtig ist, Nobelpreis 1938.

Frederick J. Ernst
fand 1968 die (im Allgemeinen komplexen) Ernst-Potentiale, die Lösung der Ernst-Gleichung sind. Diese Differentialgleichung erlaubt eine Ableitung von axialsymmetrischen und stationären Raumzeiten, wie der Kerr-Lösung (rotierendes, ungeladenes Schwarzes Loch), Kerr-Newman-Lösung (rotierendes, elektrisch geladenes Schwarzes Loch) oder Neutronensterne.

William G. Unruh (*1945)
Relativist, beschäftigt sich mit Quantenfeldern auf flachen und gekrümmten Raumzeiten. Seine Arbeit (zusammen mit R. Wald) - und unabhängig davon die von Paul Davies - mündet in eine Relativität des Teilchenbegriffes. Es hängt vom Bezugssystem ab, ob ein Teilchen real oder virtuell ist. Der Unruh-Effekt beschreibt ein Analog zur Hawking-Strahlung, das Unruh "Beschleunigungsstrahlung" nannte: ein beschleunigter Beobachter in der flachen Minkowski-Raumzeit nimmt das Quantenvakuum als thermisches Teilchenbad wahr. Gemäss dem Äquivalenzprinzip ist das Pendant zu diesem Phänomen ein frei fallender Beobachter in einer gekrümmten Raumzeit: dieser misst die Hawking-Strahlung.

Karl Schwarzschild (1873 - 1916)
deutscher Relativist und Astronom, fand die ersten Lösungen der Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie 1916, nach ihm wurden nicht nur diese Schwarzschild-Lösungen benannt, sondern auch der Schwarzschild-Radius, der Radius des Ereignishorizontes eines nicht-rotierenden Schwarzen Loches.

Hans Jacob Reissner (1874 - 1967)
deutscher Physiker, Mathematiker und Ingenieur, studierte Physik mit Max Planck. Nach Reissner und G. Nordstrøm ist die Raumzeit geladener, nicht rotierender Punktmassen (geladenes Schwarzes Loch) benannt (Reissner-Nordstrøm-Lösung), die auf Arbeiten aus den Jahren 1916 und 1918 zurückgehen. Die Grossteil der Forschung widmete er der Flugtechnik.

John Archibald Wheeler (1911 - 2008)
amerikanischer Relativist und Astrophysiker, erfand den Begriff "Schwarzes Loch" und den Satz "Schwarze Löcher haben keine Haare" (Keine-Haare-Theorem), bildete zahlreiche prominente Relativisten, wie Kip Steven Thorne, Charles W. Misner, William G. Unruh, Robert M. Wald, Dieter Brill etc. aus. Wheeler arbeitete aber auch mit Niels Bohr auf dem Gebiet der Kernspaltung und leitete ein Team zum Bau der Wasserstoffbombe. Arbeitet auch auf dem Gebiet der Quantengravitation.

Alfred Schild (1921 - 1977)
deutscher (geboren in der Türkei) Relativist und Astrophysiker, arbeitete auf dem Gebiet der Tensorrechnung und entwickelte eine Atomuhr mit (zur Messung relativistischer Zeitdilatation). Die Kerr-Schild Koordinaten zur Beschreibung rotierender Schwarzer Löcher sind nach ihm und Roy P. Kerr benannt.

Richard J. Gott
Relativist, arbeitet auf dem Gebiet der Wurmlöcher, Kausalität, kosmischen Strings und Zeit bzw. Zeitmaschinen.

Gerard 't Hooft (*1946)
niederländischer Teilchenphysiker und Relativist, arbeitet an vielen Aspekten der Teilchenphysik: Eichsymmetrie, Renormierung, Symmetriebrechung, Determinismus, Quanteninformation etc., aber auch auf dem Gebiet der Schwarzen Löcher und Quantengravitation.

Roy Patrick Kerr (*1934)
Mathematiker, fand 1963 rotierende, ungeladene Punktmassen (axialsymmetrische und stationäre Schwarze Löcher), die man seither Kerr-Lösung nennt.

Hermann Weyl (1885 - 1955)
Mathematiker und Relativist, wichtige Beiträge zur Natur der Materie, nach ihm wurde der Weyl-Tensor benannt, dessen Symmetrieeigenschaften zur Klassifikation von Raumzeiten dienen.

Robert M. Wald (*1947)
amerikanischer Relativist, erforscht Gravitationskollaps, Schwarze Löcher und Störungen sowie elektromagnetische Felder auf diesen Raumzeiten. Zusammen mit J.M. Cohen beschrieb er elektrische Punktladungen in der Nähe Schwarzer Löcher (1971). 1974 fand er die heute nach ihm benannte Wald-Lösung, ein rotierendes Schwarzes Loch, das in ein uniformes Magnetfeld eingetaucht ist.

Edvard Teller (*1908)
amerikanischer Physiker, ungarischer Herkunft, war massgeblich am Bau der Atombombe am Los Alamos Projekt beteiligt.

Richard H. Price (*1943)
amerikanischer Astrophysiker, erforscht Schwarze Löcher und zeigte deren "Haarverlust" (Keine-Haare-Theorem) durch Abstrahlung.

Carl Edward Sagan (1934 - 1996)
Astrophysiker und Science Fiction Autor, beschäftigte sich vor allem mit der Suche nach extraterrestrischem Leben und schrieb u.a. das Buch zum Film "Contact".

Wilhelm Wien (1864 - 1928)
Theorie der Wärmestrahlung; Wien-Ast als Hochenergielimes beim Planck-Strahler; Wiensches Verschiebungsgesetz, das der Temperatur eines Schwarzen Strahlers die Wellenlänge maximaler Intensität zuordnet, Nobelpreis 1911.

Karl Ferdinand Braun (1850 - 1918)
erfand 1897 die Braunsche Röhre, die bis heute das Herzstück des Fernsehapparats ist. In diesem evakuierten Behälter werden Elektronen beschleunigt und abgelenkt. Sie treffen auf einen Schirm und erzeugen dort das Fernsehbild. Nobelpreis 1909 mit G. Marconi.

Wernher von Braun (1912 - 1977)
Raketenforscher, erfand im 2. Weltkrieg die V1- und V2-Rakete. Nach dem Krieg arbeitet er massgeblich an der bemannten Raumfahrt in den USA.

Paul Steinhardt
Kosmologe, wendet die Branenwelt auf ein Modell an, dass er mit Neill Turok erfand: Ekpyrosis und das Zyklische Universum.

Charles W. Misner (*1942)
amerikanischer Relativist, erforscht Gravitationskollaps und Schwarze Löcher und entdeckte, dass elektromagnetische Wellen dem Loch Rotationsenergie entziehen können. Er fand die chaotischen Oszillationen der Raumzeit (mixmaster oscillations) in der Nähe von Singularitäten. Misner ist einer der Autoren der Standardwerke der Allgemeinen Relativitätstheorie zusammen mit Thorne und Wheeler, MTW, mit dem Titel "Gravitation"

 



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Über die LHC-Diskussion im Bilde

03. Juni 2008, 09:15

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Astronomie-Quiz

25. April 2008, 10:38

Zum Ausklang der Woche möchte ich ein hundsgemeines Astronomie-Quiz auf der Website der New York Times empfehlen - natürlich auf englisch. Hier geht's zu den 10 Fragen. Viel Erfolg!  

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