Staubiges Heidelberg
Die Zusammensetzung von Staubteilchen lässt sich in Kohlen
stoff- und
Siliziumverbindungen (Silikate) unterteilen. Der hier behandelte Staub
hat natürlich überhaupt nichts mit dem Staub den man von zu Hause kennt zu tun. Diese Teilchen
sind wesentlich kleiner (einige wenige Mikrometer oder noch kleiner).
Mehr über "cosmic dust" kann man zum Beispiel unter diesem Link in Wikipedia erfahren. Staubteilchen sind "Abfallprodukte" der Sternentstehung.
Insgesamt hielten um die 40 Astrophysiker Vorträge, die sehr interessant waren. Ein heiß diskutiertes Thema dieser Konferenz war wie und in welchen Objekten Staub sich schon in
weniger a
ls einer Milliarden Jahre nach dem Urknall bilden könnte und
in welcher Menge. Für einige Vortragende sind Supernovae vom Typ
II die besten Kandidaten dafür. Der Grund warum dies so ein so aktuelles und kontrovers diskutiertes Thema ist, liegt an der Entdeckung vor einigen Jahren von Staub in den weit entferntesten Quasaren
(Rotverschiebung z>6; 950 Millionen Jahre nach dem Urknall). Dieser Staub entstand mit großer Sicherheit durch vorherige Sternentstehung.
Für mich am interessantesten war der Tag an dem die Forscher über Staub in Galaxien sowohl im lokalen als auch im frühen Universum diskutierten. Höhepunkte von Konferenzen sind in der Regel Übersichtsvorträge bei dem ein aktuelles Forschungsgebiet mit den wichtigsten Ergebnissen der letzten Jahre aber auch mit einem Blick in die Zukunft vorgestellt wird. Besonders gut gefielen mir Vorträge über "Dust in external galaxies" von Daniela Calzetti (Universität von Massachusetts), "Dust in the Early Universe" von Fabian Walter (MPIA) und von Bruce Draine (Princeton) über "Interstellar Dust Models, and Evolutionary Implications". Diese Tagung war ein voller Erfolg mit vielen interessanten Ergebnissen und ich bin schon sehr darauf gespannt wie sich die Erforschung des Staubes in den nächsten Jahren weiter entwickeln wird.
Bis zum nächsten Blog,
Euer Helmut Dannerbauer
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