Müssen sich Astronomen mit der Astrologie beschäftigen?
Gestern war ich zu Gast bei der Robert-Mayer-Volks- und Schulsternwarte Heilbronn e.V. und hielt einen kritischen Vortrag über Astrologie. Ich brauche in diesem Forum nicht detailliert darauf einzugehen, dass Astrologie nur durch psychologische Effekte wie die Täuschung durch persönliche Validierung (vulgo Barnum-Effekt) "funktioniert" und sie selbstverständlich jeder empirischen Grundlage entbehrt. Wer sich mit kritischen Argumenten "bewaffnen" möchte und über die zahlreichen wissenschaftlichen Studien lesen möchte, die zur Astrologie durchgeführt worden sind (und alle negativ ausgegangen sind), dem empfehle ich die Website der Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V., die eine lange Liste an Büchern bereit hält und Neuentwicklungen in diesem Feld beschreibt -- Astrologen sind, das muss man ihnen lassen, sehr einfallsreich, was das Ausdenken neuer "Geschäftsbereiche" angeht...
Hier will ich aber darüber sinnieren, wie sinnvoll es eigentlich überhaupt ist, sich mit Astrologie zu beschäftigen. Sollen sich Wissenschaftler mit dieser geistigen Ballast beladen? Wäre es nicht besser, wenn sie die Zeit nutzten, an ihrer Forschung zu arbeiten und diese auch der Öffentlichkeit spannend darzustellen? Genügt es, in der Öffentlichkeit ausreichend Begeisterung für die Astronomie zu schaffen, damit Zeitungsleser lieber den Bericht über den aktuellen Sternenhimmel als ihr Horoskop lesen? (1) Wieviele "Häuser der Astronomie" muss man bauen, bis Leute nicht mehr in Scharen zu Astrologen rennen und dort weit mehr Geld lassen (2), als sie durch Steuermittel für die Astronomie bezahlen?
Ich bin der Ansicht, dass es -- leider -- nicht genügt die Astronomie zu bewerben, sondern dass es notwendig ist, dass sich zumindest einige Wissenschaftler auch mit den so genannten Parawissenschaften beschäftigen, also beispielsweise der Astrologie, und diese kritisieren. Diese Beschäftigung muss natürlich in sehr engen Grenzen bleiben und darf nicht die eigentliche Forschung blockieren. Sie ist aber notwendig, damit nicht einige wenige "akademische Aussteiger", also Doktoren und Professoren meist fremder Disziplinen (3), durch ihre Titel der Astrologie Glaubwürdigkeit verschaffen, die sie nicht verdient hat. Es müssen wenigstens ein paar wissenschaftliche Berufs- und Hobby-Astronomen genügend Kenntnisse der kritischen Studien zur Astrologie haben, um jedwedem Verdacht, der große Umsatz mit Horoskopen sei gerechtfertigt, entgegen zu treten. Zusammen mit einer Faszination für die wirklich beeindruckenden, da tatsächlich existierenden, Dinge des Universums ist das die Grundlage, um mehr Interesse und Begeisterung für unser modernes astronomisches Weltbild zu erhalten.
Fußnoten:
(1) Im Jahr 2001 beantworteten fast 80% der Bundesbürger die Frage "Lesen Sie manchmal in dne Zeitungen oder Zeitschriften Ihr Horoskop" mit Ja. Quelle. Allensbacher Archiv, IfD-Umfrage unter etwa 7000 Personen, September/Oktober 2001.
(2) Ein "Partnerschaftsvergleich" vom "Institut für Astrologie und Symbolik" in Würzburg kostet derzeit beispielsweise 130 €. Jeder Bundesbürger zahlt durch seine Steuern im Schnitt 2,75 € für astronomische Forschung (Stand: 2000; Quelle: DFG-Denkschrift "Status und Perspektiven der Astronomie in Deutschland 2003-2016") Die gesamte finanzielle Förderung der Astronomie in Deutschland beträgt demnach 226 Millionen Euro.
(3) In Frankreich hatte es die Astrologin Elizabeth Tessier gar geschafft, für eine Arbeit, die eine später eingesetzte Expertenkomission als "Eine Mischung aus Kauderwelsch, Absurditäten und Unwahrheiten" beschrieben hat, einen Doktortitel in Soziologie zu erhalten.
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Ich oute mich hiermit auch als "Manchmal-Horoskop-Leser". Dies reiht sich in meine diversen Laster ein, die von Dreieinhalb-Stunden-Bollywood-Film-Gucken (Warum auch nicht? Da ist die Welt in Ordnung, die Frauen sind wunderschön und die Männer heißen mit Nachnamen "Khan". So muss das sein!) über Enka-Hören bis hin zum Kosmologs-Bloggen reichen.
Nun gut, der eine oder die andere wird jetzt sagen: "Das erklärt so manches!", aber vielleicht sagt auch mal einer "Na gut, Horoskop-Lesen *allein* ist noch nicht unbedingt ein Anlass zur Besorgnis.
Denn der Lektüre astronomischer Literatur widme ich mehrere Größenordnungen mehr von meiner Zeit und Aufmerksamkeit. Aber dennoch, ich gehöre eindeutig zu den 80% der Manchmal-Horoskop-Leser.
Was Frau Teissiers Promotion angeht, seit dem berüchtigten Alan-Sokal-Skandal ...
http://de.wikipedia.org/wiki/Sokal-Aff%C3%A4re
... habe ich den deutlichen Eindruck, als hätte die Soziologie durchaus ein fundamentales Glaubwürdigkeitsproblem.
Immerhin konnte Sokal anstandslos und zu seinem eigenen Schrecken in einer soziologischen Fachzeitschrift ein Paper veröffentlichen, das sich trefflich mit den Termini beschreiben lässt, mit denen Frau Teissiers Dissertation bedacht wurde.
Sokal hat in seinem als provokatives Experiment gedachtem Paper neben massenhaft absichtlich völlig bedeutungsfreiem Soziosprech auch so hanebüchene Thesen vorgebracht, wie dass *Naturgesetze* einem gesellschaftlichen Kontext unterliegen.
Natürlich muss aber auch jeder von uns, wenn wir uns über Astrologie mokieren, sich fragen, ob das Gleichnis von dem Glashaus und dem Steinewerfen zutrifft. Ich poste in einer als wissenschaftlich deklarierten Blogsammlung, in dem auch von Theologen geführte Blogs theologischen Inhalts sind - diese werden also offensichtlich auch als "wissenschaftlich" angesehen.
Nun wird mein Kommentar sicher gleich wieder jede Menge des üblichen Widerspruchs hervorrufen. Das steht natürlich jedem frei, nur mag man sich dann auch fragen, warum nur christliche Theologen ihre Theologie als Wissenschaft präsentieren sollten. Warum dann nicht auch beispielsweise Scientologen, Esoteriker und dann natürlich auch Ufologen ... und auch Astrologen? Sobald man das eine zur "Wissenschaft" erhebt, hat man argumentative Schwierigkeiten, den anderen die Wissenschaftlichkeit abzusprechen.
Nettes Dilemma, oder?
Hallo Michael,
ich gebe zu, dass die Allensbach-Umfrage nicht erkennen lässt, wieviele der Leute, die das Horoskop lesen auch daran glauben. Die Zunahme der Leute, die das Horoskop lesen könnte auch einfach nur daran liegen, dass wir im Jahre 2001 mehr Zeit haben Horoskope zu lesen als 1960. Es gibt aber auch genügend andere Hinweise, dass die Astrologie (und verwandte Techniken) sich hoher Beliebtheit erfreuen, man denke nur an die diversen Wahrsager- / Astrologie-Sendungen auf 9Live u.ä. Ich denke daher schon, dass es wichtig ist, über die Astrologie aufzuklären und sie nicht im luftleeren Raum stehen zu lassen bzw. zu warten bis andere "Akademiker" kommen und sie in die Unis tragen (siehe Fr. Tessier).
Ja, die Sokal-Affäre war in der Tat eine peinliche Geschichte für die Zeitschrift "Social Text". Den Vergleich mit den Theologen in unserem Blog kann ich allerdings nicht ganz nachvollziehen. Bei aller gerechtfertigten Kritik an der Theologie als Wissenschaft: Zwischen Ufologen und Theologen gibt es dann doch Unterschiede! Die Grenzen sind eben nicht fließend, sondern hören genau dort auf, wo Methoden der Wissenschaft nicht mehr akzeptiert werden. Ich kenne mich in der Theologie nicht gut genug aus, um sie hier wirklich verteidigen zu können und habe deshalb mal unsere Theologen-Kollegen von den Wissenslogs auf diesen Beitrag aufmerksam gemacht; das, was man aber von Ufologen, Astrologen, Esoterikern und dergleichen hört, ist nun soweit entfernt von Wissenschaft und geht oft auch noch mit unlauterem, manchmal sogar unmoralischem Handeln einher, dass ich hier wirklich kein Dilemma sehe.
Natürlich gibt es Unterschiede zwischen diversen wissenschaftsfernen Denkansätzen, aber ich will eben nicht darauf hinaus, eine Bewertung oder Abwägung unterschiedlicher Religionen und religionsähnlicher Weltbilder vorzunehmen.
Wenn jemand es vorzieht, an eine allmächtige Gottheit zu glauben, die die Macht hat, Naturgesetze nach Belieben zu umgehen und für die deswegen gängige wissenschaftliche Ansätze nicht anwendbar sind, weil diese darauf aufbauen, dass Beobachtungen Naturgesetzen folgen, dann soll er das gern tun. Es liegt mir fern, jemandem hier Vorschriften machen zu wollen.
Nur sehe ich hier eine bewusste und auch deutliche Abgrenzung von der wissenschaftlichen Denkweise, und zwar auf so einer fundamentalen Ebene, dass man kein theologischer Experte sein muss, um dies zu erkennen.
Wenn man erst einmal den Rubikon überschreitet, dem auf einer Religion und nicht auf einer im Wesentlichen ergebnisoffenen wissenschaftlichen Denkweise basierenden Weltbild den Status der Wissenschaftlichkeit einzuräumen, dann kann man auch das gerne tun, das steht jedem frei.
Ich weise nur darauf hin, dass es wirklich keinen plausiblen Grund gibt, beispielsweise die christliche Theologie grundsätzlich anders einzustufen als irgendeine andere religiös basierte Theorie, beispielsweise die Scientologie, aber ganz genau so auch die Ufologie und die Astrologie.
Wie "seriös" oder nicht einem die Proponenten der einzelnen Theorien vorkommen mögen, ist bei der Bewertung der Wissenschaftlichkeit nebensächlich, denn der Sachverhalt ist eher so, dass deren Ansatz, wobei die Motivation sich von Fall zu Fall stark unterscheiden mag, im Gegensatz zu etablierten wissenschaftlichen Ansätzen ist, siehe oben.
Dass Theologen das ganz anders sehen, mag wohl sein. Es scheint vielen Religionstheoretikern und Anhängern anderer Ideologien, bei denen es im Endeffekt darum geht, dass man den Kern eben "glauben" muss, sehr wichtig zu sein, den Anspruch der "Wissenschaftlichkeit" hochzuhalten. Bei der Scientologie beispielsweise steckt dieser Anspruch schon in der selbstgewählten Bezeichnung.
Du magst da kein Dilemma sehen, ich sehe sehr wohl das Dilemma, dass jegliche Abgrenzung zwischen religiös motivierten Weltbildern (dieses akzeptiert man als "wissenschaftlich", jenes nicht), willkürlich sein muss und eigentlich nicht argumentativ vertreten werden kann.
Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen Religionen. Ich will auch keinem vorschreiben, was er zu denken hat, und ich sehe durchaus, dass religiöse Rituale eine soziale Funktion erfüllen, weil sie vielleicht Bedürfnisse ansprechen, die sich aus der menschlichen Abstammung ergeben. Das zu erklären, ist Aufgabe der Sozialpsychologie.
Aber das ist nicht der Punkt.
Der Punkt ist, dass - und ies beschreibt nun einmal auf fundamentaler Ebene eine Religion - wenn man in das Zentrum seines Weltbilds etwas stellt, das man einfach glauben muss, das man grundsätzlich nicht zur Disposition stellt und das man weder schlüssig beweisen noch widerlegen kann, und wenn dieses Etwas von solcher Wichtigkeit ist, dass im Prinzip alles andere davon abhängt, dies etwas fundamental anderes ist eine wissenschaftliche, d.h., grundsätzlich erst einmal ergebnisoffene, beobachtungsorientierte, auf reproduzierbaren Experimenten und an Naturgesetzen orientierte Sicht jeglicher Realität.
Das ist der wesentliche Punkt, und in diesem Punkt macht es erst einmal wenig aus, ob dann Nächstenliebe oder Geldverdienen im Vordergrund stehen. Das ist schon wieder eine untergeordnete Diskussion, bei der es nur noch um eine vergleichende Bewertung unterschiedlicher religiös basierter Weltbilder geht.
Wer da kein Dilemma sieht, der will es wahrscheinlich nicht sehen. Das steht zwar jedem zu, aber ein Problem verschwindet nicht, wenn man es ignoriert.
Ich bleibe dabei: ein religiös motiviertes Weltbild wie die christliche Theologie als wissenschaftlich anzuerkennen und ein fundamental nicht anders gelagertes religiöses oder quasi-religiöses Weltbild wie Scientologie, diverse Esoterismen und die Astrologie als unwissenschaftlich zu definieren, ist willkürlich und nicht objektiv zu rechtfertigen.
Beide sind gleichermaßen fundamental im Gegensatz zur wissenschaftlichen Herangehensweise, so groß auch im Detail die Unterschiede sein mögen.
Lieber Michael Khan,ich muß Ihnen notorisch zustimmen. Ich habe Ihre Anregung auch direkt gestern abend aufgegriffen und mein Horoskop gelesen. In zwei von mir sehr geschätzten und regelmäßig frequentierten Publikationen: Bild und Gala. Und in beiden stand das gleiche, was aus meiner Sicht stark für die Richtigkeit der Astrologie spricht: Wohlfühlen mit Freunden. Da ich den ganzen Tag mit Freunden verbracht hatte, bescherte mir das das angenehme Gefühl, alles richtig gemacht zu haben. Was aus meiner Sicht ebenfalls für die Richtigkeit der Astrologie spricht. Ich werde meinen Glaubensbruder James Randi bitten, seine Angriffe auf die Astrologie und sonstigen Antirationalismus einzustellen.
Im Ernst: ich wünschte, daß mehr so wie Randi oder Sie die Zivilcourage hätten, naturwissenschaftliche Werte gegen Antirationalismus zu verteidigen. An einem gewissen Punkt ist es nicht mehr lustig. Wenn z.B. der Bürger Ratzinger in Afrika vom Kondomgebrauch abrät. Oder Hompöopathen aktuell behaupten, die Schweinegrippe sei eine Verschwörung der Pharmaindustrie, um Impfungen durchführen zu können, und Menschen seien kaum durch Grippe, aber um so mehr durch Grippeimpfungen gefährdet. Zwei Beispiele von Antirationalismus, die Menschenleben gekostet haben und weitere kosten werden.
Ihre Bollywood-Passion teile ich allerdings nicht. Haben Sie's schon mal mit Leichtathletik versucht, 100- und 200m-Sprint der Herren z.B.?
Der erste Trugschluss ist meiner Meinung nach:
Wenn der Zeitablauf die Planeten beeinflusst,
dann sollten auch die Planeten den Zeitablauf beeinflussen.
Sir Isaac Newton: "Actio et reactio".
Der zweite Trugschluss ist meiner Meinung nach:
Dass die Symbole der Dinge einen Einfluss auf diese Dinge haben.
Rene Magritte: "Dies ist keine Pfeife".
**********
Nur weil es so schön ist:
Das schönste Orrery ist meiner Meinung nach jenes aus dem Film "Lara Croft: Tomb Raider" aus dem Jahre 2001.
Leider war dieses Orrery sehr teuer, und nicht ganz real.
Video des Orrery:
http://www.youtube.com/watch?v=q6jVm0XAB1s
Michael Khan, ich stimme Ihnen voll und ganz zu. Theologieblogs haben hier nichts zu suchen (ihre einzige Rechtfertigung besteht in der Belustigung, die man aus ihrer Lektüre ziehen kann). Im Vergleich zur Theologie ist die Astrologie ja geradezu ein Musterbeispiel an Rationalität, denn immerhin existieren ja wenigstens die Planeten, die Astrologie erfindet nur deren Auswirkungen auf unser Leben. Die Theologie erfindet sich ihren Gott UND die Auswirkungen, die er auf unser Leben haben soll
Der dritte Trugschluss ist meiner Meinung nach:
Wenn Sonne und Mond einen starken Einfluss auf die Erde und unser Leben haben,
dann müssen auch die anderen Himmelskörper einen Einfluss auf unser Leben haben.
Das ist aber eine unzulässige Extrapolation,
solange nicht gerade ein Asteroid einschlägt.
Der vierte Trugschluss ist meiner Meinung nach:
Der Nostradamus-Effekt, ich teste diesen hier kurz:
Es wird Fluten geben, Vulkane werden ausbrechen, die Erde wird beben, Stürme werden toben, Seuchen werden ausbrechen, es wird furchtbare Kriege geben.
Welch geniale Weitsicht, geradezu unheimlich.
An einer renommierten österreichischen Bildungseinrichtung gibts auch diesen Herbst wieder einen Astrologiekurs: http://bit.ly/JRhpa Mit 1800,- Euro geradezu ein Schnäppchen. Vielleicht ist der als Umschulungsmaßnahme für arbeitslose Astronomen gedacht.
"Einwände von Seiten der Naturwissenschaft kranken in der Regel daran, dass sie an die Astrologie ausschließlich quantitative Maßstäbe anlegen und von kausalmechanistischem Denken ausgehen. Qualitativ Symbolhaltiges lässt sich aber nicht mit quantitativen Maßstäben messen, und eine Kritik wird sinnlos, wenn sie an das Kritisierte mit falschen Voraussetzungen herangeht. So können wir Ernst Jünger zustimmen, wenn er sagt: »Der Kampf des Gelehrten gegen die Astrologie hat etwas vom Angriff gegen die Windmühlen. Er hält die Astrologie für eines der Gebäude, in deren Bauplan er bewandert ist. Er misst es an den Maßstäben der Logik und ihres Erkenntnisstils und hält es für schlecht konstruiert. Er übersieht dabei den Unterschied, der zwischen Begriff und Anschauung ... und besonders den, der zwischen Wissen und Weisheit besteht.»"
Fritz Riemann: Lebenshilfe Astrologie
Und an den hätte ich eine Frage. Die Astronomen haben mir nämlich vor drei Jahren meinen Planeten geklaut, und seitdem frage ich mich und jetzt Herrn Bongard, ob
1. Sich die Astrologen diesem kausal-mechanistischem Diebstahl verweigert und mir meinen Planeten gelassen haben, oder
2. sie mir einen Ersatzplaneten anbieten können, oder
3. ich mich mit einem Zwergplaneten begnügen muß und diskriminiert fühlen darf.
Für Aufklärung wäre ich dankbar!
PS: Die Nacht scheint aufzuklaren über der Eifel, und ich richte schon mal meinen bescheidenen 11-Zoll-Reflektor auf Jupiter und seine Monde. Clear skies!
„[...] Das Problem der Astronomie ist heute grundsätzlich dasselbe wie das aller Naturwissenschaften, nämlich daß diese Wissenschaften in einem „vollständigen“ menschlichen Zusammenhang nicht funktioniert. Die Naturwissenschaft legt ein einseitiges Gewicht auf die rationale Beschreibung der Natur. Sie hat die Wirklichkeit definiert: Es sind rationale Zusammenhänge auf einer materiellen Ebene. Phänomene, die nicht in das naturwissenschaftliche Bild passen, werden in ihrer Existenz geleugnet – man findet sie einfach nicht. Die Naturwissenschaft hat das Monopol auf die Wahrheit. Aber diese Wahrheit kann natürlich nicht stimmen – niemand weiß, was die Wirklichkeit ist. Tatsächlich ist es aus einer geschichtlichen Perspektive ziemlich wahrscheinlich, daß die Wirklichkeit, die uns von der Naturwissenschaft präsentiert wird, eine stark reduzierte Wirklichkeit ist. Die Naturwissenschaft hat den mythischen Aspekt, unter dem der Mensch ein aktiver Teilnehmer in einem lebendigen Universum ist, und nicht nur ein passiver Beobachter, der außen steht und die Natur nach seinem eigenen Dafürhalten manipulieren kann, total verneint. Und so etwas bleibt nicht „ungestraft“. Man kann viele tausend Jahre an kulturellem Erbe und andere Bewußtseinsformen nicht ignorieren. Die Konsequenz daraus ist geistige Armut und eine zerbröckelnde Grundlage der Kultur. [...]“
Lars Steen Larsen, Erik Michael und Per Kjærgaard Rasmussen, Astrologie – Von Babylon zur Urknall-Theorie, 2000 Böhlau Verlag Wien/Köln/Weimar, S. 22, ISBN 3205991869
Die von Herrn Bongard aus Larsen et al. zitierte angebliche Definition der Naturwissenschaft ist ein durchsichtiger Versuch der betreffenden Autoren, einer fundamental glaubensbasierten und damit nicht-wissenschaftliche Ideologien, in diesem Fall der Astrologie, implizit doch einen wissenschaftlichen Status zu verleihen.
Keine schwülstige Worthülse kann verdecken, wie dünn diese Argumentation ist. Wo reduziert denn die Naturwissenschaft den Menschen zu einem passiven Beobachter und welche "aktive Rolle" in der Gestaltung eines "lebendigen Universums" (Was soll denn das sein?) spricht die Naturwissenschaft dem Menschen ab, die Astrologie ihm jedoch zu? Und gibt es auch belastbare Belege für diese Behauptungen der Autoren oder gilt hier allein: "Beweis durch Behauptung?".
Komisch oder, Naturwissenschaft ist angeblich ganz furchtbar und ganz unzulänglich, aber meist nimmt man die Wissenschaftlichkeit gleich für sich selbst in Anspruch. Das müsste doch mal auffallen.
Wir leben in einem Zeitalter, wo selbst viele gebildete Leute den ersten Hauptsatz der Thermodynamik nicht kennen und das auch noch gut finden. Aber nicht das soll ein Zeichen für geistige Armut und kulturellen Verfall sein, sondern die Tatsache, dass die Wissenschaft zu Recht darauf hinweist, dass Astrologie (und andere Theorien) Behauptungen aufstellen, die keiner näheren Betrachtung und keiner experimentellen Verifizierung standhalten. Kann ja wohl nicht sein, oder?
Offenbar das einzige Argument, das den Autoren einfällt, ist, dass besagter Unsinn schon seit Jahrtausenden geglaubt wurde. Ja, und? Gilt in der Wissenschaft etwa das Gewohnheitsrecht?
Also, mit diesem Zitat desavouieren sich die Autoren sehr effizient. Vielen Dank an Herrn Bongard für das Zitat, das entlarvt wirklich sehr schön, wie solche Leute sich gern den Anschein ernsthafter Argumentation geben und wie leicht dieser Anstrich bröckelt.
Auf deine konkrete Frage bin ich nicht eingegangen.
Ich meine: Nein, es obliegt den Astronomen nicht, die Auseinandersetzung mit Astrologen offensiv zu suchen, denn dadurch erhält jegliche zumeist vollkommen unsinnige astrologische Argumentation implizit Gewicht - sie wird quasi zu einer Idee, mit der sich die Wissenschaft "auseinandersetzt".
Man muss dabei aufpassen, dass man nicht ungewollt die Astrologie in die Nähe der Astronomie rückt; das verdient die Astrologie nicht, da gehört sie nicht hin.
Es ist ja nicht so, dass es sich bei der Astrologie um eine der diversen Theorien aus dem astronomischen Umfeld handelt. Die Astrologie hat doch nur scheinbar und im Vorübergehen etwas mit Himmelskörpern zu tun, mit ihrer Beobachtung und der damit verbundenen Wissenschaft aber mittlerweile gar nichts mehr. Wer sich ernsthaft für Astronomie interessiert, dem sagt Astrologie gar nichts, und wer an Astrologie glaubt, ist in aller Regel astronomisch vollkommen unbeleckt. Selbst wer aus der Astrologie Prifit zieht, verfügt heute in der Regel über keinerlei belastbares astronomisches Wissen, das wäre nämlich eher hinderlich.
Insofern sehe ich da keinerlei Bedarf, kostbare und knappe Arbeitszeit für die Auseinandersetzung mit solchen Scheinwissenschaften zu opfern. Wer das will, dem steht das natürlich frei - dennoch meine ich, jeder sollte sich gut überlegen, ob das nicht unerwünschte Nebeneffekte mit sich führt, wie oben beschrieben.
Ich habe in meinem Arbeitsfeld ähnliche und sogar genau solche Abwägungen zu treffen. Zum einen fragt man mich oft nach Behauptungen, die von Astrologen vorgebracht wurden, zum anderen auch nach vergleichbarem Unfug wie diversen Verschwörungstheorien, sei es, dass die US-Regierung abgestürzte Alien-Raumschiffe auswerte, sei es, dass die US-Regierung die Apollo-Mondlandungen fingiert haben soll, sei es, dass es von der US-Regierung geheimgehaltene Apollo-Missionen gab, in denen Alien-Basen auf dem Mond entdeckt wurden (Ja, was denn nun???), sei es, dass die US-Regierung Informationen um Alien-Präsenz auf dem Mars geheim hält, oder was auch immer.
Soll ich etwa auf Anfragen zu diesen Themenkreisen immer dediziert eingehen oder verleihe ich ihnen damit den Anstrich, das sei etwas, mit dem man sich ernsthaft beschäftigt?
Auch wieder so ein Dilemma.
Die Universität ist meines Erachtens das Forum, in dem das Gesamt der menschlichen Existenz in vernünftiger Analyse und in einem vernünftigen Diskurs zur Sprache gebracht wird. Hier sind vorschnelle Einengungen fehl am Platze; historisch Gewordenes hat ihr sein Gewicht.
Niemand bestreitet ernsthaft den Erfolg und den Nutzen der Naturwissenschaften; aber die Analyse der Objekte, die uns als Beobachtern begegnen, erschöpft doch nicht das Gesamt unserer Existenz, auch wenn wir aus genau diesen beobachteten Objekten bestehen.
Es gibt psychologische, soziologische, kulturelle (einschl. religiöser) Phänomene, die kritischer vernunftgeleiteter Begleitung bedürfen (bzw. wir sollten froh sein, dass wir Mittel dafür einsetzen, diese Dinge vor das Forum der Vernunft zu ziehen). Heisenberg u.v.a. hatten mit dieser mehrschichtigen Ordnung der Wirklichkeit damit kein Problem.
Ist Theologie eine Wissenschaft? Ist Philosophie eine Wissenschaft? Das hängt von vielen Vorentscheidungen ab, stellt aber für die christliche Religion selbst zunächst mal die Anerkennung dar, dass sich der Glaube vor der Vernunft zu verantworten habe. Man muss nämlich zumindest wissen, was man da eigentlich glaubt. Mit vielen Fächern innerhalb der Theologie wird man daher kein Problem haben: historische Fächer (z.B. biblische Archäologie etc.), juristische Fächer, usw.
Mein Problem mit dieser "Verteidigung" hier ist, dass ich die Einwände von Herrn Khan weitgehend teile. Das was heute gemeinhin unter Glaube, Religion, Theologie verstanden wird, ist in der Tat nicht vereinbar mit Ansprüchen der Vernunft; es ignoriert Erkenntnisse, die wir heute haben, es geht von theistisch-dualistischen Prämissen aus, die in verschiedener Hinsicht inkonsistent sind, so dass auch die Schlussfolgerungen, selbst wenn sie logisch richtig sind, wahrscheinlich nicht wahr sind.
Viele Theologen unterliegen - wie der Mathematiker und Theologe William Hoye es genannt hat - "liebgewordenen theologischen Denkfehlern". Er zeigt seinem gleichnamigen Buch auf, wie die moderne Theologie zu bestimmten Ansichten gelangt ist, die mit ursprünglichen, älteren Auffassungen (z.B. bei Thomas von Aquin, 12./13. Jhdt.) nicht vereinbar sind. Das Interessante ist nun, dass genau diese vermeintlich moderneren Sichtweisen mit den Naturwissenschaften kollidieren, während die älteren Ansichten sehr interessante Perspektiven auf das, was ich "Wirklichkeit", nenne erschließen, m.E. ohne Widersprüche zur Naturwissenschaft. Ich versuche das in meinem Blog "WIRKLICHKEIT" in den BrainLogs darzustellen - und stelle mich gerne jeder Kritik.
Ich kann also nur sagen: Wenn die Theologie an der Universität sein und bleiben will, dann sollte sie von allen Seiten zu dem hier üblichen vernünftigen Diskurs gezwungen werden. Ich finde das nicht die schlechtestes Art und Weise, Glaube/Religion als nun einmal vorhandene und durchaus ambivalente gesellschaftliche Größen in vernünftiger Weise öffentlich zu behandeln. Die Theologie ist derzeit dabei, dieser Aufgabe nicht gerecht zu werden - ein platter Theismus angelsächsischer Machart jedenfalls hätte tatsächlich nicht mehr Recht an der Uni vertreten zu sein wie Astrologie.
Hallo zusammen,
zur Wissenschaftlichkeitsdebatte:
Der Teil der Theologie, der sich mit den "Quellen des Glaubens" auseinandersetzt (die historische Theologie) ist im Wesentlichen Geschichtswissenschaft und nicht konfessionell gebunden, andere Teile, die sich damit beschäftig(t)en wieviele Engel auf einer Stricknadel Platz haben, sind sicherlich problematischer.
Davon abgesehen sehe ich aber einen grundsätzlichen Unterschied zwischen Para- und Pseudowissenschaften wie der Astrologie oder der ebenfalls genannten Homöopathie und Religionen. Erstere behaupten die Existenz von tatsächlichen Einflüssen und Wirkungen, die falsifiziert werden können (konnten!), letztere behauptet die Existenz einer Entität (Gott), der kein Einfluss im Alltagsgeschen zugeschrieben wird (von katholischen Wundern abgesehen), und die also weder verifizierbar noch falsifizierbar ist. Es handelt sich dabei natürlich nicht um eine wissenschaftliche Überzeugung, aber es ist auch etwas anderes als eine reine Pseudowissenschaft, die widerlegt werden kann.
zu Pluto:
Ich habe dazu einen kurzen Artikel geschrieben, als Pluto den Planetenstatus aberkannt bekommen hat: http://www.gwup.org/...-geben-pluto-nicht-mehr-her
Natürlich scheren sich die Astrologen nicht um astronomische Erkenntnisse.
Bei der eigentlichen Frage, ob man sich nun als Wissenschaftler mit Astrologie und dergleichen beschäftigen muss oder nicht, sehe ich das von Michael angesprochene Dilemma sehr wohl.
Es kommt daher darauf an zu fragen, ob die Astrologie wirklich an Gewicht gewinnt, wenn, sagen wir, ein Promille aller wissenschaftlichen Astronomen, die Astrologie kritisiert und in Vorträgen und Publikationen auf die bekannten Studien hinweist oder ggf. neue Studien durchführt, um zu belegen, dass sie nicht haltbar ist. Ich denke, dass das eher der Aufklärung als der Astrologie nutzt, weil es, das habe ich auch bei meinem Vortrag in Heilbronn gesehen, Leute gibt, die einfach neugierig sind, die eher nicht an die Astrologie glauben, aber gerne wissen wollen, "ob denn da nun was dran ist". Für diese Leute ist es notwendig die Astrologie wie eine wissenschaftlich zu überprüfende These zu betrachen, sie zu untersuchen und in aller Deutlichkeit zu widerlegen. An Pseudowissenschaften wie der Astrologie lässt sich also die wissenschaftliche Methode exemplarisch wunderbar demonstrieren und die Widerlegung der Astrologie mit diesen Methoden kann dann also nicht nur dazu führen, dass Leute weniger an Astrologie glauben, sondern auch, dass sie die wissenschaftliche Methode besser verstehen und schätzen lernen.
Lieber Michael,
als Religionswissenschaftler (NICHT Theologe!) springe ich Dir gerne zur Seite (auch was die Bollywood-Begeisterung angeht, ;-), siehe hier):
http://www.chronologs.de/...ywood-die-sanfte-macht
Jetzt aber zum Ernsthaften: Die Abgrenzung von wissenschaftlicher Beschreibung und weltanschaulicher Deutung war auch historisch keineswegs eindeutig - Astronomie und Astrologie entstanden in Verschränkung zueinander, wie auch frühe Naturwissenschaft und (Mono-)Theologie noch bis zu Newton engstens verschränkt waren.
Qualitätsunterschiede bestehen m.E. darin, ob Philosophen, Theologen, Astrologen etc. bereit sind, sich auf Basis ihrer per se nicht beweisbaren Glaubensannahmen (z.B. es gibt ein Ich mit freiem Willen, es gibt einen Gott, Sterne beeinflussen regelmäßig unser Leben etc.) auch mit wissenschaftlich widerstreitenden Befunden seriös auseinander zu setzen. Auch ein Theologe, der unter Zurückweisung aller anderslautenden Befunde z.B. ein Sieben-Tage-Kreationismus vertreten würde, würde bei den Scilogs wohl kaum Aufnahme finden. Umgekehrt aber würde Wissenschaft völlig verarmen, wenn sie neben dem Beschreiben nicht auch Raum für das Deuten und das kreative (auch künstlerische) Hinterfragen lassen würde.
Beste Grüße!
Ich stimme Ihnen weitgehend zu. Übrigens ist Ihr Nachbar, Stefan Rahmstorf, ein, wie ich finde, sehr positives Beispiel aus einem anderen Fachgebiet für aufklärerisches Engagement. Wenn ein Astronom sich dafür interessiert und die Geduld hat, über Astrologie aufzuklären, warum nicht?
Gegen die von Ihnen skizzierte Theologie habe ich gar nichts. Aber leider gibt es daneben viele Theologen, die weniger bescheiden sind und politische Entscheidungen durch antirationale Argumente beeinflussen, z.B. im Kondomgebrauch, in der Stammzellforschung oder Regelungen zum Schwangerschaftsabbruch. Zwar finde ich es legitim, in diesen Fragen konservative Positionen zu vertreten, wenn man diese aber aus einer Wirklichkeitsbeschreibung ableitet, z.B. daß sich bei der Verschmelzung von Eizelle und Spermium eine göttliche Seele einnistet, dann überschreitet man die Grenze der Rationalität. Meine Gleichsetzung von Astrolgie, Homöopathie und Religion bezieht sich nur auf diese Untergruppen.
Es gibt auch übrigens Menschen, die sich mit Astrolgie als Kulturtechnik, als Assoziationsgrundlage z.B., beschäftigen, ohne einen Anspruch der Astrolgie als Wirklichkeitsbeschreibung zu behaupten. Dagegen wüßte ich auch nichts einzuwenden.
"Auch ein Theologe, der unter Zurückweisung aller anderslautenden Befunde z.B. ein Sieben-Tage-Kreationismus vertreten würde, würde bei den Scilogs wohl kaum Aufnahme finden."
Och, ich fände das spannend. Und zwar in der Hinsicht, daß jener die Schwachpunkte der Evolutionstheorie abklopfen würde. Aber das scheint verpönt zu sein. Lieber klopfen sich alle kräftig auf die Schulter, was für eine tolle Theorie das ist. Mir fehlt da ehrlich gesagt die wissenschaftliche Kritik.
Von jemandem, der der gesammelten wissenschaftlichen Erfahrung eigentlich der gesamten Menschheitsgeschichte so fern steht, dass er wirklich fest an eine Schoepfung in einer sicher recht turbulenten Woche vor rund 6000 Jahren glaubt, wird wohl kaum imstande sein, auch nur irgendwelche Fragen zu stellen, die auch nur irgendeine ernstzunehmende wissenschaftliche Theorie "auf Lücken abklopft".
Ebensowenig, wie von einem Astrologen, der sich da woechentlich das Zeug für seine Spalte in der Fernsehzeitschrift aus den Fingern saugt, ernsthaft erwartet werden kann, dass er beispielsweise einen Beitrag zur Loesung der Pioneer-Anomalie liefert.
Die Wissenschaft ist ständig im Fluss und dauernd legt einer neue Theorien auf den Tisch oder versucht zu beweisen, dass die Anderen alle Unrecht haben. Das ist in dem Feld so, in dem ich arbeite, in anderen wird es nicht anders sein. Ich kenne keine wissenschaftliche Position, zu der es keinen Widerspruch, oder sogar lautstarken, gäbe.
Woher rührt Ihr negatives Bild, nach dem in der Wissenschaft Dinge abgenickt werden und sich alle auf die Schultern klopfen?
Ich erwarte ja nicht, dass man Wissenschaftler bewundert. Dazu kenne ich wirklich genug von diesen Leuten.
Aber sollte man den vielen Wissenschaftlern nicht auch ein klein bisschen Kompetenz zutrauen? Ich schlage das vor, wenn Sie wollen, nur so als Arbeitshypothese, bis die da offenbar von jemanden in den Raum gestellte These der kompletten Inkompetenz erhärtet worden ist.