kosmologs Uhura Uraniae

Brillenoptik - oder: Analytisches Sehen mit einem "Visor" des 21. Jh.

16. März 2010, 11:06

Ich nehme jetzt Sternspektren mit meiner Brille. :-) Glauben Sie nicht?! Ehrlich! Wie das kommt, lesen Sie hier. Eigentlich eine Geschichte, was meine Augen alles nicht können - obgleich sie als sagenhaft lichtempfindlich gelten (Jupiters Geist = NGC 3242, habe ich schon aus Berliner Randbezirken naked eye gesehen).

Geordie LaForge, der blinde Chefingenieur der USS Picard-Enterprise ist bekannt für seinen Visor. Mit diesem Instrument (ein umfunktionierter Haarreifen) sieht der Blinde mehr als die anderen: ein uraltes Bild, das hier in der Science Fiction aufgegriffen wurde und aus dem Bereich der Metaphysik und des Wundersamen in die technische Realität des erträumten 22. Jahrhunderts geholt wurde.

Nachdem mein Blog den Namen des afrikanischen Kommunikationsoffiziers der Kirk-Enterprise beinhaltet (Nyota Uhura), kann ich wohl kaum leugnen, dass ich irgendwie auch ein Trekky bin, zumindest ein bißchen: jargon-gesprochen grüße und lebe ich (weitgehend) vulkanisch - nicht aus proklamiertem Nacheiferungsdrang, sondern weil ich einfach so bin. Darum zückte meine linke Augenbraue kürzlich gewaltig (d.i., was Vulkanier tun, wenn Menschen einfach lächeln oder lachen), als ein Freund meine neue Brille einen Visor nannte:

Faszinierend! ... dieser Vergleich. (weiter)

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Vereinsarbeit Heute ... und zunächst ein Streit um Worte

15. Juni 2009, 12:06

Die Frage "was ist eigentlich Astronomie?" - bzw eigentlich: 'Was gehört alles dazu?' habe ich schon mehrfach erörtert. Nun möchte ich Worte wie Hobby-, Amateur- und Profi-Astronomie auf die philosophischen Goldwaage legen und daraus auf moderne Organisationsformen und Aufgabengebiete schließen.

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wozu zitieren - wikipedia und die Wissenschaft

10. Mai 2009, 23:15

Eine Gebrauchsanleitung für neue Medien 

wo ist eigentlich Wissenschaftsgeschichte auf der "ladder of sexiness"? Es ist jedenfalls keineswegs "eine Wissenschaft für die Pensionäre" wie mir dereinst jemand mal in der Jugendarbeit sagte, als ich einen Kurs anbieten wollte. Ich finde vielmehr, es ist ein wirklich spannendes Fach - und mit mir finden das zahlreiche Berliner Studierende und ein ganzes MPI zum Thema. Um das mal mit einem Zitat zu belegen:

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Visite 2009 - SciLogger zwischen Science und Fiction

07. Mai 2009, 21:18

Mehrere Leute haben bereits erwähnt, dass wir SciLogger dabei sind, eine verschworene Gemeinschaft zu werden. Stefan Oldenburg diskutiert fleißig das Quo Vadis mit unseren Lesern, andere berichteten über unsere Gespräche und querlesend schreiben wir alle transdisziplinär.

Auf unserem Bloggerwochenende in Deidesheim eine VISITE-Aktion beschlossen. Das ist so ein bißchen wie Weihnachtswichteln unter Sci-Autoren: d.h. man "wichtelt" dem anderen anderen einen Text zu seinem Blog zu. Hier ist also der Text meines Wichtels, Jürgen vom Scheidt:  (weiter)

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Apophis - der Name des Schreckens

06. Dezember 2007, 13:43

Ist es Zufall oder liegt es am Namen, dass von den unzähligen Planetoiden ausgerecht dieser als Bedrohung aufgefasst wird?

Der griechische Name dieses Steinbrockens bezeichnet eine alt-ägyptische Gottheit, die als Inkarnation des Bösen betrachtet wird. Sie ist sogar derart böse, dass sie in alten Überlieferungen gar nicht dargestellt wird - auf dass nicht das Unheil lebendig werde und unter den Menschen wohne.  

Apep, wie der ägyptische Gott eigentlich hieß, findet in der ägyptischen Darstellung erst so spät Erwähnung, dass man über die Herkunft des Wortes sehr wenig weiß. Es gibt sehr viele Erklärungsversuche, die jedoch sämtlichst auf großer Spekulation beruhen, vielleicht war es ursprünglich die Bezeichnung eines gefährlichen Tieres der Wüste? (z.B. einer Riesenpython oder eines heute ausgestorbenen Tieres - ein Streitpunkt für Ägyptologen, wie die ganze Gottheit an sich)

Im Totenbuch der Ägypter werden jedenfalls Horrorszenarien verbal gemalt, bei denen Apophis den Untergang der Welt herauf zu beschwören sucht. Glücklicherweise wird dies durch tapfere Götter Nacht für Nacht verhindert.

Sollen wir also einfach hoffen, dass diese Götter uns auch im modernen Analogfall des 21. Jahrhunderts nach Christi Geburt helfen werden, wenngleich heute niemand mehr an sie glaubt? - In diesem Zusammenhang ergeht es ihnen schließlich nicht anders als ihrem gefürchteten Widersacher mit dem Namen des Schreckens.

Darum es interessant, über eigene Initiativen nachzudenken wie sie Michael Kahn vorschlägt!

 



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