kosmologs Uhura Uraniae

Sibirische Sonnenfinsternis

06. August 2008, 10:13

Am 23.7. startete die jugendliche Sibirien-Expedition am Berliner Hauptbahnhof. An Bord war bereits die Hälfte der Mannschaft: 150 Jugendliche aus Deutschland, davon 10 % junge AstronomInnen von der VEGA - der Rest der Gruppe rekrutierte sich aus mehreren Schulgruppen, einer Kirchengemeinde, des Nachwuchses der Hamburger Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks (THW)... Organisiert war die Reise federführend von der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch(weiter)

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ILA & ATT, ein Astro-Messen-Wochenende

02. Juni 2008, 00:57

Ein großer Teil der deutschen Astro-Szene versammelte sich zum Plaudern, Schmöckern und Gerätestreicheln in der Essener Bock Gesamtschule: Das war der 24. Astronomische Trödeltreff (ATT). Neben der Vereinigung der Sternfreunde (VdS), dem größten deutschen Astro-Verein, präsentierten sich viele lokale Vereine, kleine und große Sternwarten sowie zahlreiche Händler. Beeindruckend ist auch das internationale Flair des ATT, wo sich neben den deutschen auch immer Aussteller aus den BeNeLux finden. (weiter)

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Optikpark in Rathenow

25. Mai 2008, 22:55

Zirka eine Zugstunde von Berlins Zentrum entfernt, liegt die märkische Stadt der Optik, Rathenow. Die AnfängeMaskottchen im Optik Park für diesen Namen wurden im 19. Jahrhundert von Pater Duncker gemacht und bis heute ist die Stadt Sitz vieler Firmen der Optik-Industrie, Brillenmacher und Feinmechanik. So lag es nahe, den Park der Landesgartenschau 2006 als Optikpark zu gestalten: Informationen zu seiner Geschichte und seinem Veranstaltungsprogramm finden sich hier: http://www.optikpark-rathenow.de/

Direkt an der Bundesstraße liegt das große Gelände, auf dem sich Kinderspielplätze in Gestalt von Teleskop, Mikroskop und Periskop befinden, ebenso ein begehbarer Filmvorführer und verschiedene Wasser- und Lichtspiele mit hübschen optischen Effekten. Auch die Weltzeituhr vom Berliner Alexanderplatz, die hier in Rathenow gebaut wurde, findet ein Pendant auf der Wasseroberfläche eines der zahlreichen natürlichen Seen. Gesäumt wird der See von regenbogenfarbenen Strandliegen und einer Galerie mit Spiegeln und Drehscheiben für optische Täuschungen, während man in den ruhigeren Ufergräsern Teichhühner, Libellen oder auch mal eine schwimmende Ringelnatter beobachten kann. (weiter)

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Astronaut in der Schule

22. Februar 2008, 22:27

Eigentlich wollte der Lion's Club nur einen Astronauten zum Clubabend einladen. Als die Leitung des Schuldorfes Seeheim das erfuhr, war jedoch schnell beschlossen, dass auch die SchülerInnen etwas von diesem Groß-Event haben sollten und durch das Engagement des Astronomielehrers Christian Wolff wurde daraus schnell eine große Tagung, die 1. Bergsträßer Weltraumtage.

In einer Ausstellung stellten sich die lokalen Volkssternwarten und Vereine aus Darmstadt, Frankfurt und Heppenheim vor. So konnte natürlich auch der größte deutsche Astronmie-Verein, die VdS nicht fehlen: der Vorsitzende, Otto Guthier, baute persönlich den Stand auf. Neben den großen Raumfahrt-Vertretern aus der Region wie ESOC, Eumetsat und der Mainzer Physik-Arbeitsgruppe für Mars-Forschung stellten sich auch diedie Astronomieschule von Oliver Debus vor. Er lud nicht nur mit einem Stand zum Plaudern ein, sondern auch zu einem Workshop als Lehrerfortbildung am Freitag Vormittag.

Auch die Schülerinnen und Schüler dieser ersten deutschen Gesamtschule hier in Seeheim stellten sich vor: Die Schule ist in den 1950er Jahren gegründet worden, erzählt Christian Wolff. Das damals völlig neuartige Konzept umfasst auf einem riesigen Komplex - eben enem richtigen kleinen Dorf - eine Kita, eine Grundschule, eine Real- und eine Hauptschule sowie ein Gymnasium. Der neueste Clou ist eine internationale Schule mit zweisprachigem Unterricht in Englisch. Bisher ist es nur eine Grundschule, aber sie soll die Lernenden weiterführen. Wenn er zwischen zwei Unterrichtsstunden das Gebäude auf dem weitläufigen Gelände wechseln muss, komme ihm sein dynamischer Charakter sehr zugute, sagt der sportlich gebaute Lehrer für Englisch und Geographie. Trotzdem hat er noch genug Energie übrig, dienstags nachmittags eine Astronomie-AG anzubieten. "Es ist echt toll," schwärmt eine Schülerin, "dass man da das in Physik gelernte gleich anwenden kann. Manchmal ist es aber auch umgekehrt: manchmal sitzen wir in Physik und denken 'das hatten wir doch neulich in Astro'." Den Teilnehmenden der fakultativen schultypübergreifenden AG und ihrem Lehrer ist gemein, dass sie von diesem Fach begeistert sind.

Den Spaß und Erfolg, den sie haben, gönnt der junge Lehrer auch allen anderen Menschen und so tritt Christian Wolff auch vehement dafür ein, dass die Astronomie als Schulfach eingeführt werden soll. Dazu plant er die Gründung einer "Deutschen Gesellschaft für Schulastronomie (DGSA)" - ganz nach der Devise Diesterwegs:"Die Astronomie ist eine herrlich erhabene, weil erhebende Wissenschaft. Deshalb sollte sie keinem, auch nicht einem vorenthalten werden." Diese Organisation soll in die Fußstapfen der proAstro-Bewegung treten, die seit vielen Jahren in Sachsen gegen die Abschaffung des Schulfaches protestierte.

Als Debut-Highlight des Weltraumjprogramms war also ein Astronaut angekündigt. Da es Missionsverzögerungen gab, konnte der eingeplante Gerhard Thiele leider nicht erscheinen. Er hatte sich aber persönlich um eine Vertretung bemüht: So kamen wir zu dem Erlebnis von Dr. Reinhold Ewald, einem Physiker, der durch sein ausgeprägtes närrisches "R" seine rheinische Herkunft und kölnische Prägung wirklich nicht verhehlen kann.Wink Unterhaltsam plauderte er aus seinem Astronauten-Nähkästchen, wie es eben nur Physiker tun können: Physiker erkennt man im Weltraum z.B. daran, dass sie sofort mit verschmitztem Lächeln an Impulserhaltung denken, wenn sie durch einen Tastendruck auf dem PC allmählich durch die Raumstation treiben. So ein Missionsspezialist wie Ewald, der 40jährig 1997 mit den Russen zur MIR flog, ist jedoch ein richtiger Allround-Experimentierknecht. Insbesondere musste er noch medizinische und biologische Experimente durchführen und konstatierte mit breitem Grinsen in Erinnerungen schwelgend: "Sie glauben ja gar nicht, wie anstrengend es ist, sich die ganze Zeit gesund zu ernähren - aber das musste ich für ein medizinisches Experiment."

Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen und aller Schultypen hatten in den letzten Monaten an einem Astro-Malwettbewerb teilgenommen. Heute Abend sollten die Preisträger gekürt werden. Nachdem die Kids ihre Preise aus der Hand des Schulleiters in Empfang genommen haben, wurden sie zum Gruppenfoto mit Astronaut gebeten - ein wahrer Höhepunkt des Abends!

Ewald, der kein Bild gemalt hat, mit den Preisträgern des Malwettbewerbs



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... und es ward Licht in Jena

12. Februar 2008, 16:07

Vierhundertfünzig Kerzen auf einmal ausblasen, muss ganz schön anstrengend sein. So entschied man sich in Jena für ein großes Symposium anlässlich des Universitätsgeburtstags!

Aus diesem Anlass versammelte sich die thüringische HighSociety aus Politik und Wissenschaft in der hübschen Stadt, die mindestens durch die größten deutschen Poeten berühmt ist - aber auch gerade in der Astronomie aber seit Carl Zeiss, Ernst Abbe und Otto Schott nicht mehr wegzudenken ist. (weiter)

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BoHeTa 2007

19. November 2007, 00:36

"Schön, dass die BoHeTa auch im Zeitalter des Internets noch ein Forum bietet, wo man sich persönlich trifft." resümiert Veranstalter Peter Riepe. Glücklicherweise streikte die Bahn an diesem Tage nicht mehr, so dass es wieder möglich war, binnen 20 Stunden Berlin-Bochum retour mitsamt Tagungsprogramm zu erledigen. So hatten sich Leute aus der ganzen Bundesrepublik eingefunden: aus Heidelberg, Stuttgart, dem Saarland oder aus Berlin traf man sich am 17.11. 2007 wieder bei der Bochumer Herbsttagung im Pott. (weiter)

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Skorpione in Abend- und Morgendämmerung

19. November 2007, 00:27

Abenddämmerung. In äquatornahen Ländern sieht man gerade noch den Schwanzstachel des großen Spinnentieres im Tierkreis über dem Horizont. Seinen Kopf legt er bereits auf die großen gelben Sanddünen der südlichen Sahara als wollte er in sie eintauchen. Augenblicklich steht der Stachel wie ein Pfeil schräg unterhalb des Jupiter, während das Zodiakallicht den Westhimmel erfüllt. Vor einigen Tagen hatte ich morgens Besuch von seinem ca. 10 cm großen irdischen Vorbild: Neben meiner Isomatte hatte er sich in der Stunde des Morgenlichts kurz vor Sonnenaufgang ausgegraben, als wir gerade beim Aufstehen waren. Gut, dass niemand ihn geärgert hatte: Die grünen Skorpione lähmen "nur" für ein paar Tage, das Gift der schwarzen ist tödlich. (weiter)

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