kosmologs Uhura Uraniae

Schwarze Löcher sind nicht immer "kompakt"

02. Mai 2010, 23:10

... sonst würden sie wahrscheinlich "Kompakte Löcher" heißen, eine in sich ziemlich widersprüchliche Bezeichnung (entweder kompakt oder Loch=Nixdrinsein). Sie sind "schwarz", d.h. es kann von ihnen kein Licht nach außen dringen. Die Schwarzloch-Bedingung ist also: betrachte einen Körper (ideal kugelförmig, wie sich das für ein Objekt im Weltall gehört), an dessen "Oberfläche" die Fluchtgeschwindigkeit v = c der Vakuumlichtgeschwindigkeit ist. (weiter)

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Sand - Sonne - Sahara

30. April 2010, 08:49

Sahara ... das arabische Wort für die trockene Sandwüste. Aus dem Weltraum sieht man eine große beigefarbene Fläche im Norden des Kontinents, den wir Afrika nennen. Doch bei genauerer Betrachtung sieht man Details: Sand ist nicht gleich Sand. Die aktuelle Mars- und andere Planetenforschung weiß nur zu gut, was es alles für verschiedene mineralogische Kompositionen gibt. Meine muslimischen Kollegen und ich haben hier mal eine kleine Sammlung zusammengestellt: (weiter)

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O-Stern!

31. März 2010, 19:30

Wann feiern wir eigentlich Ostern? - AstronomInnen sollten die Antwort kennen. Trotzdem geht in Deutschland das Gerücht um, dass man Ostern in Russland zeitversetzt zu uns feiert, also später. Warum das Quatsch ist, will ich hier kurz notieren.

Argument I: Schließlich feiern die orthodoxen Christen auch das Weihnachtsfest später als wir. Der Trugschluss ist daraus, dass der russisch-orthodoxe Kalender gegenüber unserem verschoben sei. - Das ist nicht der Fall! Weihnachten feiern die Russen am 7. Januar, nämlich sinngemäß nach der Ankunft der drei Weisen (persischen Priesterastrologen), was wir am Vortrag das Fest der Hl. drei Könige nennen. Eigentlich ist also völlig bibelkonform, die Geburt Christi Anfang Januar zu feiern und das wirkt sich auf Ostern überhaupt nicht aus. (weiter)

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Der Kosmos als Programm

11. Februar 2010, 00:26

Danke für die Nachfrage meines Lesers "Peter" nach Literatur zum Thema. Die Frage nehme ich als Anlass für zweierlei Maßnahmen:

Erstens würde ich selbst gerne so eine "Kulturgeschichte der Astronomie" schreiben (aber das wäre ein Lebenswerk, wenn man es gründlich tun will) und habe mir daher vorgenommen, dies jetzt tatsächlich hier in diesem Blog zu tun. Ich probiere mittelfristig eine Reihe zu dem Thema durchzuhalten, nehme mir aber das Recht heraus, diese unregelmäßig zu gestalten.

Ich bin dabei auch gespannt auf das Feedback von Ihnen, meinen Lesern, denn man kann schließlich nicht für alles gleichermaßen kompetent sein: Jeder Historiker und jede Historikerin hat Steckenpferde in bestimmten Epochen und andere Epochen, in denen er/ sie weniger versiert ist. So habe auch ich "nur" einen gewissen Überblick. - Immerhin, denn diesen versuche ich konsequent zu vertiefen. Vielleicht helfen Sie mir dabei. :-)

Bisher wagte ich es nicht (*), und zwar aus folgendem Grund: Bei den klassischen Größen auf diesem Gebiet der umfassenden Zusammenschauen sieht man immer wieder, dass ein wunderschönes großes Bild gezeichnet wird, jedoch im Detail Ungenauigkeiten blühen. Ich meine hier die wirklich großen Leute, die sich den "Kosmos", also die große "Ordnung & Schönheit" als Programm gesetzt haben: zum einen ist das Alexander von Humboldt mit seinen Kosmos-Vorlesungen (erhältlich als Buch) an der Berliner Singakademie. Gemeinsam mit seinem Bruder, dem preußischen Ministers und Hochschulreformators Wilhelm von Humboldt gründete er eine Universität. Die Humboldt-Universität wird übrigens dieses Jahr ihren 200sten Geburtstag feiern. Zum Zweiten ist da das "20. Jh-Revival" der Humboldtschen Kosmos-Vorlesung: der US-amerikanische "Cosmos" (Buch und TV-Serie) von Carl Sagan

Beide Autoren sind gewiss bewundernswert für ihr jeweils umfassendes Programm und Lebenswerk. - Gewiss haben sie viele Menschen von Astronomie und unserem schönen Universum als Ganzem begeistert. Ich selbst bin zwar nicht durch sie zur Astronomie gekommen, weiß das aber von vielen und war stets hingerissen von beider Bestreben, die Welt als Ganzes zu sehen und zu verstehen.

 

Zweitens möchte ich beginnen, hier einige gute Bücher zum Thema vorzustellen. Man wird schließlich auf dem Markt überschwemmt von Literatur, doch nicht alles ist von wissenschaftlicher Sicht haltbar.

Wie schwierig das ist, zeige ich gleich an dem ersten Beispiel, das ich noch heute online stellen werde: Es beleuchtet nur einen winzigen Teil des gewaltigen Programms von kulturgeschichtlichen Darstellungen und zeigt doch anhand des breiten Autorenspektrums die Unermeßlichkeit des Programms.  

 


 

(*) Eines meiner Lieblingszitate wird Seneca zugeschrieben:

"Nicht weil die Dinge schwierig sind, wagen wir sie nicht, sondern weil wir sie nicht wagen, sind sie schwierig."

Diesen Rat gebe ich an dieser Stelle wohl am besten auch mir selbst.  



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