kosmologs Zwischen Himmel und Erde

Ein Planetensystem zum Selberbauen

27. August 2009, 09:17

Das Messing-Orrery aus dem Zeitschriftenhandel

Seit der Mensch seinen Blick zu den Sternen richtet, ist er fasziniert von der mechanischen Regelmäßigkeit, mit der die Himmelskörper ihre Bahn ziehen. So manche unserer ältesten Kulturgüter zeugen von dem Wunsch, eben diese Regelmäßigkeit zu erfassen und zu vermessen: Stonehenge, die Himmelsscheibe von Nebra oder die Observatorien der Maya und Indianer, um nur einige zu nennen. (weiter)

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SoFi 1999 - Zehn Jahre später: China!

22. Juli 2009, 17:28

Die Sonnenfinsternis vom 22. Juli 2009 in China erinnert mich auch aus der Ferne (ich konnte wegen beruflicher Verpflichtungen leider nicht nach China reisen) leidvoll an die Finsternis 1999 in Deutschland.

Nur dass die Satellitenbilder vom Wetter über Shanghai in den letzten Tagen noch viel schlimmer aussahen als jene aus dem Europa im August 1999 (rotes Quadrat: Shanghai-Region).

NOAA- Satellitenbild 22. Juli über Ostasien

 

Dichte Bewölkung, riesige Gewitterzellen und Starkregen machten die Beobachtung in weiten Teilen des großen Landes zu einem Lotteriespiel. Im Gegensatz zu Shanghai, wo gerade zur Totalität ein schweres Gewitter herrschte und starker Regen nieder ging (siehe Bild unten), hatten jedoch Beobachter etwas weiter südlich mehr und weiter westlich viel mehr Glück.

Shanghai, zu Zeiten der Totalität

 

Ein wesentlich stimmungsvolleres Bild bei besserem Wetter gelang dem Team von Baader Planetarium, welches seinen Beobachtungsort 50 Kilometer südwestlich von Wuhan weit im Landesinnern bezogen hatte.

Sonnenfinsternis bei Wuhan - Team Baader Planetarium

 

Schwere Wolken und Regen ebenfalls beim Bericht des ZDF-Teams, das Sonnenfinsternistouristen etwas südlich von Shanghai begleitet hatte. Wie sich die Bilder der Sonnenfinsternisse 1999 und 2009 doch gleichen!

 



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Die Jagd auf Exoplaneten geht weiter

03. Februar 2009, 16:19

CoRoT-Exo-7b, punktförmiger Schatten unten links vor seinem Zentralstern (künstlerische Darstellung). Aufgrund der großen Nähe zu seiner Sonne vermuten Forscher Temperaturen von über 1000 Grad Celsius auf dem extrasolaren Planeten.

Nachdem erst vor kurzem die Meldung über den "heißblütigen" Exoplaneten HD 80606b die Runde machte, geht die Jagd nach neuen Exoten dieser Planetenklasse in eine neue Phase. Mit Hilfe des französischen Satelliten Corot haben internationale Forscher den bisher kleinsten Planeten außerhalb unseres Sonnensystems nachgewiesen. Der Planet Corot-Exo-7b umrundet seine Sonne in nur 20 Stunden und ist gerade mal 1,75 Erdradien groß. Dies wurde gestern auf dem momentan statfindenden ersten Corot-Symposium in Paris bekannt. (weiter)

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Hubble entdeckt erstmals Exoplanet im Sichtbaren

13. November 2008, 23:11

Das Weltraumteleskop Hubble hat zum ersten Mal ein Foto eines Exoplaneten im sichtbaren Licht gemacht. Bisher konnte man Planeten in fremden Sonnensystemen nur indirekt oder in fürs menschliche Auge unsichtbaren Spektralbereichen nachweisen.

Der jetzt erstmals direkt beobachtete Exoplanet umkreist den am Südhimmel beobachtbaren Stern Fomalhaut im Sternbild Südlicher Fisch, der etwa 25 Lichtjahre von uns entfernt ist. Sein Trabant, dem die Astronomen den Namen Fomalhaut b gaben, hat etwa dreimal so viel Masse wie Jupiter und eine zwanzig Mal größere Umlaufbahn als dieser. Schon lange hatten Astronomen einen Planeten bei Fomalhaut vermutet. Aber erst jetzt gelang es, ihn abzulichten: Auf dem Bild ist ein winziges Lichtpünktchen zu sehen (im kleinen weißen Kasten), das die Forscher um Paul Kalas von der Universität von Kalifornien in Berkeley als Planeten identifizierten. Das Bild ist zwar nicht das erste Foto eines fernen Planeten, aber das erste im sichtbaren Licht.

Entdeckungsbild von Fomalhaut b

Mehr zu dieser atemberaubenden Entdeckung im aktuellen Hubblecast

Und ausführlicher auf Redshift-live.com

Parallel dazu hat eine Gruppe von Astronomen um den Kanadier Christian Marois erstmals ein ganzes Planetensystem bei einem anderen Stern direkt abgelichtet: HR 8799 im Sternbild Pegasus wird von drei jungen Riesenplaneten umkreist. Sie sind wie Fomalhaut b riesig: Jeder der Exoplaneten bei HR 8799 besitzt sieben- bis zehnmal soviel Masse wie der Jupiter. Die Trabanten des rund 130 Lichtjahre entfernten Sterns sind vor rund 60 Millionen Jahren entstanden und damit sehr jung. Deshalb sind sie noch so heiß, dass sie im Infrarotlicht stark strahlen. Die drei Planeten sind zwar nicht das erste System, das bei einem anderen Stern entdeckt wurde. Aber es ist das erste Mal, dass Astronomen ein solches System direkt aufnehmen konnten.

HR 8799 mit Planetensystem

Die drei Komponenten des Planetensystems um HR 8799 (Bild links oben optisch) sind im Infraroten (Bild oben rechts und unten) gut erkennbar.

Das Planetensystem um HR 8799



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Flecken-Alarm auf Jupiter

23. Mai 2008, 00:30

Auf dem Jupiter ist etwas im Gange, das belegen aktuelle Beobachtungen amerikanischer Astronomen. Zu dem berühmten Großen Roten Fleck (GRF) und seinem erst kürzlich entstandenen, kleineren Pendant hat sich nun ein drittes Exemplar gesellt. Gleichzeitig hat die Turbulenz in der Atmosphäre des Gasriesen merklich zugenommen. (weiter)

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