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ILA Space Day – DLR-Vorstandsvorsitzender Wörner sieht deutschen Mondflug als sehr wahrscheinlich an

28. Mai 2008, 23:50

Der zweite Fachbesuchertag der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA in Berlin stand ganz im Zeichen der Raumfahrt. Im Rahmen eines ILA-Parlamentariertags war das politische Berlin bei schönsten Flugschauwetter auf den Schönefelder Flughafen gekommen, um mit Vertretern der Raumfahrtagenturen und Wissenschaftlern in Halle 9 über die Perspektiven und Prioritäten der nationalen, europäischen und internationalen Raumfahrt zu diskutieren.

Im so genannten Space Pavillion war hierbei auch erstmals das erst Mitte Mai der Öffentlichkeit vorgestellte Modell eines bemannten ATV im 1:1-Modell zu sehen.

 

Einstiegsluke zum bemannten ATV-Modell 

In der so genannten "ATV-Evolution" plant man momentan die Entwicklung eines Cargo-Reentry-Vehikels (fertig in vier Jahren) wie auch eines bemanntes ATV, das in etwa in neun Jahren zur Verfügung stehen soll, so Frank Pohlemann, Vizepräsident Strategie und Marktentwicklung bei EADS-Astrium. Hierbei ist es laut Pohlemann auch nicht unbedingt notwendig, bei der Ariane-V-Trägerrakete Veränderungen zu einer bemannten Version einzuführen, da ein am ATV integriertes, entsprechend intelligentes Fluchtsystem die preisgünstigere Lösung wäre.

Das auf der ILA vorgestellte bemannte ATV besitzt drei Plätze für Astronauten und ist mit seiner Basisbreite von 3,4 Metern im Vergleich zur Sojus-Kapsel recht komfortabel zu nennen. Sicherlich wird hier aber noch Platz für den Einbau eines Kopplungsmechanismus und eines Flucht- und Lebenserhaltungssystem verloren gehen. Langfristig denkt man ebenfalls daran, die bemannte Version des ATV auch für eine bemannte Mondmission einsetzen zu können.

Innenraum des bemannten ATV-Modells

Im Rahmen eines Rundgangs mit Bundestagsabgeordneten (hier mit Volker Kauder) erläuterte der DLR-Vorstandsvorsitzende Johann-Dietrich Wörner die einzelnen Schwerpunkte der nationalen Raumfahrtpolitik, sowie die Beteiligungen an internationalen und europäischen Unternehmungen wie etwa dem europäischen Raumlabor Columbus, von dem ebenfalls ein 1:1-Modell im Space Pavillion zu sehen ist.

Modell des Columbus-Moduls

DLR-Vorstandsvorsitzender Johann-Dietrich Wörner im Gespräch

Vom Autor auf die Finanzierung und Realisierung der nationalen Mondmission LEO angesprochen, zeigte sich der DLR-Vorstandsvorsitzende sehr optimistisch. Er sei zu "deutlich mehr als 50 Prozent" überzeugt davon, dass diese kommen werde.



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Rettet Arecibo!

29. November 2007, 13:53

Die National Science Foundation (NSF) der Vereinigten Staaten möchte neue Projekte finanzieren. Erstes prominentes Opfer des Sparzwangs soll nun ausgerechnet das größte Radioteleskop der Welt werden.

Die Kosten für die 305 Meter große,  in einem Talkessel liegende Antennenschüssel von Arecibo (Puerto Rico) sollen von derzeit 10,5 auf acht und bis zum Jahr 2011 auf nur noch vier Millionen Dollar jährlich zurückgeführt werden, so die Empfehlung. Ist bis dahin kein weiterer Finanzier gefunden, droht der 1963 gebauten Anlage sogar das endgültige Aus. (weiter)

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