Hubble entdeckt erstmals Exoplanet im Sichtbaren
Das Weltraumteleskop Hubble hat zum ersten Mal ein Foto eines Exoplaneten im sichtbaren Licht gemacht. Bisher konnte man Planeten in fremden Sonnensystemen nur indirekt oder in fürs menschliche Auge unsichtbaren Spektralbereichen nachweisen.
Der jetzt erstmals direkt beobachtete Exoplanet umkreist den am Südhimmel beobachtbaren Stern Fomalhaut im Sternbild Südlicher Fisch, der etwa 25 Lichtjahre von uns entfernt ist. Sein Trabant, dem die Astronomen den Namen Fomalhaut b gaben, hat etwa dreimal so viel Masse wie Jupiter und eine zwanzig Mal größere Umlaufbahn als dieser. Schon lange hatten Astronomen einen Planeten bei Fomalhaut vermutet. Aber erst jetzt gelang es, ihn abzulichten: Auf dem Bild ist ein winziges Lichtpünktchen zu sehen (im kleinen weißen Kasten), das die Forscher um Paul Kalas von der Universität von Kalifornien in Berkeley als Planeten identifizierten. Das Bild ist zwar nicht das erste Foto eines fernen Planeten, aber das erste im sichtbaren Licht.
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Parallel dazu hat eine Gruppe von Astronomen um den Kanadier Christian Marois erstmals ein ganzes Planetensystem bei einem anderen Stern direkt abgelichtet: HR 8799 im Sternbild Pegasus wird von drei jungen Riesenplaneten umkreist. Sie sind wie Fomalhaut b riesig: Jeder der Exoplaneten bei HR 8799 besitzt sieben- bis zehnmal soviel Masse wie der Jupiter. Die Trabanten des rund 130 Lichtjahre entfernten Sterns sind vor rund 60 Millionen Jahren entstanden und damit sehr jung. Deshalb sind sie noch so heiß, dass sie im Infrarotlicht stark strahlen. Die drei Planeten sind zwar nicht das erste System, das bei einem anderen Stern entdeckt wurde. Aber es ist das erste Mal, dass Astronomen ein solches System direkt aufnehmen konnten.
Die drei Komponenten des Planetensystems um HR 8799 (Bild links oben optisch) sind im Infraroten (Bild oben rechts und unten) gut erkennbar.
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